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Sonntag, 29. Juni 2014

Der Tag der Parade

Samstag, der 28.06.2014

Nachdem die ganze Woche schon Veranstaltungen zum Thema GayPride stattgefunden haben, war heute der große Tag der Parade! Das Wetter war fantastisch und 20.000 fröhliche Leute und mindestens ein Dutzend Conchitas haben sich versammelt um gemeinsam durch die Stadt zu ziehen. Letztes Jahr waren es gerade mal 8.000 - alle waren überrascht, wie groß diesmal die Veranstaltung wurde.














Die Parade selber war sehr schön, ohne gleich ins karnevalistische abzugleiten, wie man das bei unseren Großveranstaltungen so kennt.





















Es ging quer durch Stadt, was gar nicht so einfach war, weil der ganze Nahverkehr oberirdisch stattfand. So manche Bahn müsste durchgelassen werden. Aber alles war entspannt und es standen sehr viele Zuschauer auf den Straßen!

Der Zug endete dann in einem Park in der Stadt, der übersäht war mit Menschen. Da war es gar nicht so einfach ein Plätzchen für unsere Gruppe zu finden - zumal es nicht einfach war, uns erstmal selber zu finden. Mit etwas Geduld klappte es aber und so konnten wir die Zeit bis zu unserer Abreise nach Lapland völlig entspannt verbringen. Wie immer kamen wir mit sehr vielen Finnen schnell ins Gespräch - das war wirklich faszinierend.







Als wir um kurz vor 9 zum Bahnhof aufgebrochen sind, war noch der halbe Park voller Menschen. Ein schöner Tag!


Nun aber zum Hauptanliegen unserer Reise: die Tour nach Lapland....

Mit dem Nachtzug geht es nach Ruvanemie. Wir haben zwei Schlafabteile gebucht und können die Zwischentür öffnen, so dass wir mit unserem Freund Jussi ein großes Abteil haben. Es
gibt auf dem Gang sogar Duschen für die Schlafgäste. Ein rollendes Hotel! Das ist sehr spannend und wirklich bequem und sogar sehr leise!















Mittlerweile ist es schon Sonntag morgen und in 2 Stunden werden wir in Ruvanemie ankommen. Von dort sind es dann 500 km mit dem Auto bis Karigasniemie - dem Ziel unserer Reise. Unser Freund Visa wartet schon auf uns dort - er hat dort eine Hütte ohne Strom und fließend Wasser. Das wird bestimmt ein tolles Erlebnis. Da wir dort keinerlei Verbindung haben werden, wird erstmal Funkstille herrschen bis zu unserer Rückfahrt nächsten Donnerstag. Bis dahin wollen wir die Gegend erkunden und eine Tour zum Nordkapp machen. Wie es gewesen ist, wird später berichtet.





—-- Mobil übermittelt --—




Freitag, 27. Juni 2014

Zu Besuch auf der Insel Seurasaari

Heute wollten wir mal eine Insel besuchen die der Beschreibung in unserem Marco Polo nicht gerecht wird.
Es sollten die verschiedenen Baustile aus langst vergangener Zeit dargestellt werden. Die Beschreibung klang etwas wie Kitsch aus Disney Land mit Folklore. Das war es aber nicht.
Es standen dort viele alte Häuser die aus dem gesamten Land abgetragen wurden und aus verschiedenen Epochen stammen.
Man konnte sich sehr gut in das damalige spärliche und sehr harte und karge Leben zurückversetzen.
Die Spannweite lag zwischen sehr kleinen Butzen aus Lappland bis zu herrschaftliche Wohnhäusern aus der Zeit des finnischen Rokoko. Die Häuser waren meistens begehbar und mit der damaligen Einrichtung ausgestattet.
























































Nach 4 Stunden haben wir unsere sehr interessante Tour beendet.
Nun geht's zurück in die Stadt zum essen. Da es schon Nachmittag ist, haben wir den Hafen mit dem leckeren Fisch ausfallen lassen und sind zur Station Kaisaniemi gefahren. Dort in der U-Bahn-Station ist ein Geschäftszentrum mit einem asiatischen Imbiss. Es gibt dort ein leckeres asiatisches Buffet für 11 Euro inkl. Sushi satt.
Vollgestopft haben wir uns dann mit unserem Gastgeber Jussi im Fairy Tale auf ein Happy Hour Bier getroffen und gleich um die Ecke war dann im Rahmen der Pride Week Bärensaunieren angesagt. Das war ganz schön cool - mit den Finnen kommt man gut ins Gespräch und die allermeisten können sogar deutsch - zumindest verstehen. Man muss also aufpassen, was man so erzählt :-))

Fast nackig stehen wir also mit einem Haufen Wikingern auf Helsinkis Straßen wo das normale Leben vorbeiläuft und keinen störst anscheinend :-)






Die Sauna besteht schon seit den 20er Jahren und man bündelt dort Äste mit Laub zusammen um sich damit gegenseitig in der Sauna abzuklopfen. Das riecht gut und es wird einem davon noch viel heißer :-)


Nach der Sauna ging es noch gemeinsam in eine schöne Bar, wo das Bier und Longera (Longdrink mit Gin und Grapefruit) ordentlich fließt, bis der letzte Finne ordentlich breit ist. Wir haben uns da sehr zurückgehalten und hatten unseren Spaß zuzusehen, wie die deutschen Worte immer "flüssiger" aus finnischen Mündern fielen :-)








Mit der letzten U-Bahn um 23.28 Uhr und dem Bus ging es zurück nach Espoo wo wir auf dem Balkon bei noch hellem Licht den Tag ausklingen ließen.







—-- Mobil übermittelt --—


Sonntag, 30. September 2012

Der letzte Tag in Helsinki

Ein paar Sachen sollten es noch sein die wir heute anschauen.
 

Wir hatten noch Zeit, denn der Flug ging erst am Abend. Zuerst ging es zum Olympia-Stadion, dass schon für die Olympiade 1940 gebaut wurde. Die Olympiade fand aber aufgrund des 2. Weltkrieges nicht stattfand. Die Anlage sollte dann aber 1952 doch noch für die Olympiade genutzt werden. Wir sind den 72 Meter hohen Olympia-Turm hochgefahren und hatten so einen tollen Ausblick und Überblick auf Helsinki und die Ostsee mit den vorgelagerten Scheeren.






Weiter ging es entlang der "Mannerheimtie" - der Hauptschlagader der Stadt. An ihr liegt das Parlament, der Reichstag (Eduskuntatalo), die Nationaloper (Suomen kansallisooppera), die Finnlandhalle (Finlandiatalo), das Nationalmuseum und andere Kultur-Einrichtungen. Alles im Bereich der Töölö Bucht (Töölönlahti). Weiter südlich im Innenstadtbereich findet man Kaufhäuser, wie das Stockmann- das größte Kaufhaus im Norden. Außerdem gibt es dort diverse Shoppingcenter und Prachtbauten.





Nach soviel Eindrücken stand der letzte Punkt auf dem Plan den wir uns fur besseres Wetter aufgehoben hatten. Das haben wir heute auch endlich - die Sonne gibt ihr Bestes! Der Botanische Garten (Helsingin kasivtieteellinen puutarha) liegt gleich hinter dem Hauptbahnhof (Rautatieasema) im Kaisaniemi Park (Kaisaniemen puisto) - dem ältesten Park in Helsinki.
Man muss schon ziemlich suchen um den Eingang zum botanischen Garten zu finden! Er ist nicht sehr groß. Wir sind ja von unserem Berggarten ziemlich verwöhnt. Da kann er nicht mithalten. Das konnte aber bisher auch nur einer: Kew Garden in London!
Dafür gibt es hier aber ein sehr schönes riesengroßes Gewächshaus mit Anbauten.







Nun hieß es schweren Herzens Abschied zu nehmen nach so vielen Eindrücken, verschiedenen Ländern, riesigen Schiffen und vor allem vielen neuen Freunden.

Danke Jungs für alles.
Visa Jyrki Patrick Jussi



Samstag, 29. September 2012

Geschichte Parks Industrie und Moderne

Heute am letzten vollen Tag sollte es zuerst zur Hauptattraktion gehen dem Senatsplatz "Senaatintori", den wir uns bis jetzt aufgespart hatten und der sein heutiges Aussehen aus der Zeit von ca. 1810 hat.

Hier befindest sich die Domkirche
"Tuomiokirkko" die auf keiner Postkarte fehlen darf.




In strahlendem Weiß, an einer großen Freitreppe errichtet,
thront sie über dem Platz. Sie war sehr voll, wie selten Kirchen in heutiger Zeit, da ein Konzert stattfand. So können wir gar nicht über das Innere berichten.

Dank Jussi sind wir aber gegenüber in die Universitätsbibliothek "Yliopiston Kirjasto" gegangen und das war ein voller Erfolg! Alleine hätten wir das nicht gemacht. Es war wie eine Zeitreise - alte Treppenhäuser, Regale voller Bücher nach Ländern sortiert und auch eine grosse Abteilung deutscher "Saksa"-Bücher.









Im Viertel um den Platz befanden sich noch eine Menge alter herrschaftlicher Gebäude und Regierungspaläste.

Nun da wir nicht weit davon entfernt waren, sollte es den dritten Versuch geben, die orthodoxe Kirche von innen zu bestaunen. Es brannte überall Licht. Es war verheißungsvoll - leider ein Trugschluss es war wieder zu!
Vielleicht haben die ja über Kamera uns beim Hügel erklimmen beobachtet und Angst bekommen und immer schnell abgeschlossen - wir wissen es nicht. Laut Jussi und Internet sollte zu besagter Zeit auf sein. Was soll's.

Als nächstes ging es zum Botschaftsviertel. Vorbei an der deutschen Kirche wo gerade geheiratet wurde und die dafür auch sehr beliebt ist, ging es bergauf zum Observatorium. Hier hat man eine sehr schöne Aussicht auf den Olympiahafen mit seinen großen Kreuzfahrtschiffen, die immer noch höher sind als der höchste Punkt des Berges. Was für ein abstruses Bild! Überhaupt war der Berg landschaftlich sehr reizvoll.




Bergab kam das Botschaftsviertel. Die Erste war die russische - was für ein gewaltiger Klotz! Laut Jussi haben die Russen als sie im zweiten Weltkrieg Helsinki angegriffen haben, als erstes Gebäude ihre eigene Botschaft in Schutz und Asche gelegt. Wie blöd! Noch blöder ist aber, dass die Finnen aufgrund von Reparationsleistungen den Russen eine neue Botschaft bauen mussten - der besagte Klotz von 1952.

Die Botschaften befanden sich alle in einem Villenviertel mit alten Bäumen. Bei der USA war fotografieren allerdings verboten.







Weiter ging es durch den "Kaivopuisto"-Park, dem schönsten der Stadt zum Meer.

In der Bucht "Merisatama" mit der Marina liegen die Sportboote auf Anker.

Dahinter befindet sich das Jugendstilviertel "Eira". Es gibt sehr schöne Häuser. Anders als bei uns, ist der finnische Jugendstil aber zurückhaltender gehalten.









Nun erstmal zurück in die Stadt zu McDonalds da es überall sonst etwas teurer ist als bei uns.

Zum Abschluss ging es noch zum Gras ficken und Sand ficken Oi Oi Oi. Eine Erfindung unsererseits - hier gibt's halt wirklich komische Namen.

"Ruoholahti" ist in schwedisch "Gräsviken" wie gesagt hier ist alles zweisprachig und "Lahti" bzw. "Viken" bedeutet nur "Bucht". In dieser Bucht umgeben von der ehemaligen Nokia Kabelfabrik, haben sich sehr moderne Design-Häuser niedergelassen.








In der Bucht "Hietalahti" bzw. "Sandviken" befindet sich die Werft mit vielen Kränen, Industrie und einer großen ehemaligen Brauerei. Gleich nebenan ist auch der Marktplatz "Hietalahdentori" mit einem imposanten Gebäude das im Hollywoodfilm "Gorky Park" als Regierungspalast von Moskau ausgegeben wird.




Nun nach dieser nun wirklich sehr großen Tour ging es noch zum schon früher erwähnten Schwimmbad "Yrjönkadun uimahalli".
Andreas war ja schon da und voll des Lobes. Zuerst einmal ist wichtig und zu beachten, dass es schwer zu finden ist und unter der Adresse sich in einem versteckten Innenhof befindet. Ohne Jussi hätten wir es wohl nicht gefunden da draussen auch noch ein andere Name steht. Die wollen wohl unter sich bleiben. Desweiteren gibt es unterschiedliche Tage für Männer und Frauen. Es gibt also Geschlechtertrennung. Ausserdem wird hier nackt gebadet. Dann muss man sich entscheiden, ob man sich nur in der ersten Etage aufhalten möchte (dort gibt es nur ein Schwimmbad und zwei Trocken-Saunen) oder auch in der zweite Etage - dort gibt es zusätzlich eine traditionelle Holzsauna und Dampfsauna.

Mit Nacktheit hat man hier keine Berührungsängste - das kennt Andreas ja aus der Zone.

Das Schwimmbad erinnert an einen römischen Tempel. Im Obergeschoss ist eine Balustrade von der "Mann" ins Becken schauen kann. Es gibt kleine Tischchen mit Bedienung. Aber Vorsicht! Wer sich hinsetzt muss etwas bestellen ein Bier kostet schon 6 Euro.

Es gibt alte Kabinen zum abschliessen mit Liege drin. Man bekommt von netten Frauen,die einem alles zeigen erklären und zur eigenen Kabine führen, ein Handtuch und einen Bademantel überreicht.
Das Bad wurde zu dem Fünft-Schönsten weltweit ausgezeichnet. Was für eine Erholung nach dem vielen Laufen.





Zum Abschluss ging es in den "Nalle-Pub" um die neue Familie zu treffen und mit Bier den letzten Abend auszuklingen.





—-- Mobil übermittelt --—