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Donnerstag, 16. September 2010

Auf nach Washington!

Halt, ganz so schnell noch nicht - der Zug geht ja erst heute Nachmittag, aber wir geben schonmal unser Gepäck ab - denn bei der Amtrack-Eisenbahngesellschaft muss man sein Gepäck wie bei einem Flug abgeben und auch durch eine Sicherheitskontrolle. Das ist in sofern gut für uns, weil wir unser Gepäck vorher abgeben können - Schließfächer gibt es nämlich keine in amerikanischen Bahnhöfen.

Heute fuhren wir in Philadelphia noch die letzten fehlenden Straßenbahnen ab für Andreas. Nun konnte er auch endlich mal den Fahrer alle seine Fragen fragen. Der Fahrer war sehr nett und interessiert.
Danach ging es aber nun endlich nach Washington. Die Fahrt war locker, aber die Landschaft war bis auf ein paar Seen eher unspektakulär.

In Washington angekommen kämpfen wir mit dem vertrackten Ticketsystem, buchen aber glücklicherweise das richtige Ticket :-)

Wir sind nicht lange unterwegs und sind dann schon bei unserem nächsten Host Nathan. Er lebt in einer 4er-WG in einem kleinen Haus. Das macht alles einen sehr süßen Eindruck hier. Anne ist begeisterte Brettspielerin - so dass wir abends noch zwei meiner gekauften Spiele ausprobiert haben. Wir werden sicherlich noch ein paar weitere Parten spielen im Laufe der Zeit.
Eigentlich hatte sie erst Angst vor uns, denn als wir klingelten, machte sie die Tür auf und erschrak und machte die Tür gleich wieder zu. So einen bunten Besuch hatte sie wohl nicht erwartet ;-))

—-- Mobil übermittelt --—


Philadelphia - ein neuer Versuch

Heute haben wir länger geschlafen und sind gerade unterwegs in die Stadt, um der Stadt eine neue Chance zu geben.

Zuerst haben wir die noch fehlenden U-Bahnsysteme erkundet - hier gibt es ein sehr verwirrendes System von U-Bahnen, Strassenbahnen, andere Straßenbahnen, die Trollys genannt werden, Busse und Regionalbahnen.

Danach ging es zur Wiege Amerikas - der Independence Hall. Hier wurde die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben, sowie einige Jahre später die Constitution - die Verfassung Amerikas. Es gab eine nette Führung und jedes Kind in Amerika kennt diesen Ort. Allerdings wurden immer wieder Fragen gestellt, die keiner beantworten konnte. Naja - man muss ja nicht alles wissen. Aber als dann die Frage kam, was das denn für eine Statue im Gerichtssaal sei, die eine Waage hielt und eine Augenbinde trug, da fielen wir doch ein wenig vom Glauben ab.

Nach der Führung haben wir nicht weniger als 24 Punkte aus Andreas Reiseführer abgeklappert. Wir waren in der staatlichen Reservebank (wie schon in Chicago) und in der staatlichen Münzprägerei, wo wir zuschauen konnten, wie Münzen hergestellt werden. Dann ging es quer durch die Altstadt - die mit viel gutem Willen ein bisschen was zu bieten hätte haben können.
Erst die Southstreet hat dann dem Philadelphiabesuch einen wunderschönen Abschied beschert. Hier gibt es eine Alternative Szene und dementsprechend ist die Gegend sehr bunt und es gibt viele tolle Künstler hier.




Das spannendste ist Magical Garden - ein Riesenkunstwerk, für das wir einen ganzen Tag hätten einplanen müssen.













Viele dieser Arbeiten sind auch in den umliegenden Straßen an den Häusern und in den Geschäften zu finden... Eine wahre bunte Perle in der grauen Stadt. Leider erstreckt sie sich nur über zwei Strassen...

Und nun gibt es mal wieder eine Frage an euch: Was ist das besondere an diesem Café?







—-- Mobil übermittelt --

Mittwoch, 15. September 2010

Philadelphia 2. Teil

Ein längerer Spaziergang vom Rathaus zu den Wasserwerken führte uns zumindest durch etwas grün. Gleich hinter dem Rathaus war auch schon mal ein netter Brunnen, den man schonmal gesehen haben könnte:




Viel weiter kamen wir dann an den Fluss wo wir uns die Wasserwerke angeschaut haben. Dieser Ort ist durchaus idyllisch und lud zum Verweilen ein.







Auf dem Rückweg gab es noch einen weiteren schönen Brunnen.




Allerdings wurden wir hier wieder mit einer enormen Zahl an Obdachlosen konfrontiert - von hier an bis in die Stadt und in den Bahnhöfen saßen und lagen sehr viele obdachlose Menschen....


—-- Mobil übermittelt --—

Dienstag, 14. September 2010

Philadelphia

Wenn wie bisher immer geschrieben haben, dass alles so toll und schön ist, dann haben wir auch immer etwas entdeckt - da muss nicht immer alles perfekt sein - wir sind ja nicht in Disneyland. Aber der Flair und Charme hat meist gestimmt.
Philadelphia hat uns bisher noch nichts von seinem Flair offenbaren können! Selten haben wir so viele unfreundliche Menschrn auf einem Haufen gesehen! Im Gegenzug haben wir hier unglaublich viele Homeless People auf den Strassen gesehen. Die Stadt selber hat so gar nichts zu bieten - die gesamte Stimmung zieht einem richtig runter. Manchmal halten wir inne, atmen kräftig durch und versuchen der Stadt etwas positives abzugewinnen! So ein Versuch wird schnell wieder zunichte gemacht. Es ist zum einen so schwierig, weil alle Personen, mit denen wir zu tun hatten gleichgültig bis unfreundlich waren - egal wie freundlich man selber war!
Alleine um hier Fahrkarten zu bekommen muss man eine halbe Odyssee überstehen!
Gestern brauchten wir ein Ticket von dem Vorort Trenton nach Philadelphia rein und dann wieder raus nach Norristown, wo wir wohnen. Ein direktes Ticket gab es nicht - na gut, ist wohl so, da kann die Schalterkraft wohl nix für - aber die Art, wie sie mit uns umgegangen ist, war schon grob bösartig. Wir ahnten noch nicht, dass sich das kaum
Ändern wird hier. In Philadelphia dann gab es ein neues Ticket nach Norristown. Die Frage nach einem Tagesticket wurde mal positiv beantwortet mit sowas wie einem Ja und das könne man dann in Norristown kaufen.
Heute morgen gab es tatsächlich einen offenen Schalter - und dort worde uns im besten "Philly-Stil" gesagt, dass sie keines haben. Auf Nachfrage wurde gesagt, es gäbe normalerweise welche, sie hätten aber keine - das war wohlgemerkt ein offizieller Schalter der Verkehrsgesellschaft!
Wir müssen 2 Tickets in die Stadt für $11 kaufen - mehr als doppelt so viel wie gestern Abend für die gleiche Strecke! Na gut - ging ja nicht anders. Andreas wollte dann lieber mit der Straßenbahn fahren, wo man einmal umsteigen muss. Am Umsteigebahnhof, kamen wir nicht weiter, weil die Tickets dafür die Falschen waren! Die galten nur für die Regionalbahn - der gleichen Gesellschaft!!!!
Wenigstens bekamen wir dort die Tageskarten - für $11 das Stück - gegenüber New York mit $8,50 und Chicago (Wochenkarte $23) nicht gerade ein Schnäppchen.

Also endlich rein in die Stadt - ein großer Fehler - hier ist alles runtergekommen! Das ist wirklich sehr traurig hier. Das bisher einzig schöne waren die größte Orgel der Welt im
Kaufhaus Macy's, die gerade bespielt wurde und dir vielen Hausgraffitis. Diese sind ein Kunstprojekt der Stadt für die man ehemalige Sprayer, die bisher die Stadt nur mit ihren Tags verschandelt hatten, eine Kunstausbildung spendierte und sie in Museen schickte um sie dann für die Verschönerung der Hauswände anzuheuern. Über 3000 dieser Gemälde gibt es schon und statistisch wird alle drei Tage ein Neues eröffnet.

Nix spannendes - nur reisen...

Sonntag ganz normal von Chicago nach New York geflogen.
Montag Wäsche gewaschen und nachmittags mit dem Zug nach Philadelphia. Allerdings war es schon wieder eine echte Herausforderung an der PennStation Tickets nach Philadelphia zu bekommen. An diesem Bahnhof fahren alleine 6! Metrolinien - dort verkehren mehrere Eisenbahngesellschaften , wie die Long-Island-Railroad, die NewJersey-Railroad und die Fernzüge der Hauptgesellschaft Amtrak. Als wir aus der Metro ausstiegen, war gerade dickste Rushhour - der Bahnhof war an der Kapazitätsgrenze kurz vor dem Kollaps. Wir brauchten alleine knapp eine Stunde um die Fahrscheine zu bekommen - man muss in dieser Riesenanlage erst die richtige Eisenbahngesellschaft finden, und dann gab es dort nur insgesamt 6 Automaten - alle Schalter waren geschlossen. Dementsprechend gab es eine sehr lange Schlange.

Der Zug ist rammelvoll - wir haben glücklicherweise noch zwei Sitzplätze ergattert.




(Dieses Foto zeigt schon die Anschlussbahn von Trenton nach Philadelphia - gähnend leer!)


Also zwei Tage mehr oder weniger <<>> :-(