Posts mit dem Label Mauerfall werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Mauerfall werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 10. November 2014

Berlin Lichtgrenze Tag 4

Der Ursprungsplan für heute war das Berlin Dungeon. llerdings sind uns in der Stadt überall Plakate aufgefallen, die ein neues Magie-Museum anpreisen.

Da wir schon in verschiedenen Dungeons waren, haben wir uns gedacht wir gehen mal ins Magiemuseum - mal was anderes und ganz neues.

Zuerst sind wie noch etwas an der Friedrichstraße flaniert und dann mit der M1 zu Station Monbijiu Gefahren.

Dort in der großen Hamburger Straße befand sich das Magie-Museum.
Von so einem Museum hatten wir vorher noch nie gehört.

Als erstes sollten wir aus einem Stapel Tarot-Karten eine herausziehen und etwas über uns erzählt. 

Im Museum selbst wurde über die Religionen Zauberei Hexerei und alles mögliche Übernatürliche berichtet.

Man konnte auch mit einem Pendel Antworten mit ja und nein zu bestimmten fragen Erlangen.

Mal was ganz Anderes leider mit sehr viel Text. Es war ein Magiemuseum im Sinne von Esotherik. Auch gut.

Anschließend ist Björn zu seinem Berliner Spiele Laden gefahren, während Andreas in die Besenkammer ist um ein paar Bier zu trinken.

Nach über einer Stunde waren wir wieder vereint und fuhren zurück nach Wolfgang.

Wir sind dann noch etwas auf der Schönhauser Allee gebummelt und haben etwas gegessen.

Haben uns hingelegt und sind abends noch ein letztes mal vor die Tür.


Sonntag, 9. November 2014

Berlin Lichtgrenze Tag 3

Nach dem Frühstück ging es nach Hause aber nur vom Namen.

Im Bröhan-Museum ist eine Ausstellung über die Hannoversche Cakes Fabrik "Bahlsen".
Da fährt man nach Berlin und schaut sich eine Ausstellung über eine hannoversche  Traditions Fabrik an.
Bahlsen hat immerhin 125 Jahre auf den Buckel. Es gab allerlei bunte Keksdosen zu bestaunen. Teils aus den Anfängen der Produktion. 
Mitgenommen haben wir, das Bahlsen die erste Firma in Europa war, die mit einem Fließband produziert hat - noch bevor es die Amis bei Ford gemacht haben. Außerdem war Bahlsen eine der ersten Firmen überhaupt, die moderne Werbung platzierten - mit Plakaten, bedruckten Dosen etc.
Dafür wurden seinerseits sogar Künstler engagiert und das Wort Cakes wurde extra neu erfunden. Das konnte hier keiner aussprechen somit entstand das Wort Keks welches auch in den Duden gelangte. 
Das Museum befindet sich Visa-vis von Schloss  Charlottenburg, welches ja auch mit Hannover verbandelt ist. Dort wohnte die Sophie Charlotte,  die Tochter unserer Sophie, die die Herrenhäuser Gärten angelegt hat.
Nach soviel Kultur hatten wir Hunger heute sollte es das zweite delikate Ost-Produkt sein. Die Grilletta - der Hamburger der DDR auf Grund der Mangelwirtschaft auch nur in Berlin und Rostock zu bekommen.
Also nur für einem sehr kleinen Teil der Menschen des Arbeiter- und Bauernstaates.

Die Griletta gibt es am S- und U-Bahnhof Lichtenberg an der Frankfurter Allee243  bei  Hound Dog.
Der exDDR-Burger war klasse - kein pappiges labberiges Brot wie bei großen amerikanischen Fastfood-Ketten.
Er wurde frisch zubereitet und hat im Mund geknuspert und geknackt - sehr zu empfehlen.

Jetzt waren wir etwas schwerfällig und wollten uns noch etwas ausruhen vor dem Highlight des Tages - sogar unserer gesamten Reise.

Wir hauten uns noch eine Stunde aufs Ohr, dann kamen schon die ersten Freunde von Wolfgang wir tranken Sekt und begaben uns Richtung S-Bahnhof Bornholmer Straße um das Jubiläum 25 Jahre Mauerfall mitzuerleben.

Ab 19:00 Uhr sollen die Ballons auf den Lichtstehlen gen Himmel verabschiedet werden als Symbol für die Auflösung der Mauer.

Es war rammelvoll - ganz Berlin scheint auf den Beinen zu sein. Wir schafften es bis zur Brücke bei Wolfgang danach ging nichts mehr.

Wir stellten uns an ein geparktes Auto - dort war nicht so ein Gedrängel und verfolgten das Schauspiel. Es war eine tolle Atmosphäre bis auf 2 Spinner die Stress machen wollten. Die Ballons stiegen an unserer Stelle gegen 19:45 Uhr auf. Los ging es am Brandenburger Tor und dann in 2 Richtungen. Die Leute applaudierten als es so weit war. Kurz darauf gab es an der benachbarten Brücke S-Bahnhof Bornholmer Straße noch ein Feuerwerk. Hier hatte vor 25 Jahren alles angefangen. Damals strömten an dieser Stelle die Leute zur Mauer um die andere Seite Berlins zu sehen. 

Nach der Aktion mit den Ballons gingen die Leute so langsam nach Hause. Dieses mal war aber die Richtung der Menschen gen Ost-Berlin so ändern sich die Zeiten.

Abstrus war, dass auf der Brücke gingen bei den geparkten Autos überall die Lichter und Motoren an. Sie hatten nicht freiwillig geparkt, denn die Stadt Berlin hatte zur Feier die Straße/Brücke nicht gesperrt. Nachdem immer mehr Menschen dort ankamen war die Straße blockiert und die Autos hingen fest.  Auch wie damals.

Anschließend sind wir zurück zu Wolfgang und haben uns noch ins Nachtleben gestürzt.




Samstag, 8. November 2014

Berlin Lichtgrenze und Ketwurst


Samstag 08. November 2014.
Tag 2.

Um 3 Uhr waren wir zurück und haben erstmal geschlafen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück sollte heute der südliche Teil der Ausstellung besichtigt werden.

Das Wetter war traumhaft die Sonne schien und es war recht warm.

Wir starteten an der Warschauer Straße / Oberbaumbrücke  und sind erstmal etwas durch Kreuzberg flaniert, da es hier recht interessant ausschaut und ein reges Treiben herrschte. Es gab einige tolle Geschäfte.

Nun aber wieder entlang der Ausstellung. Das Schöne war, dass man so viele verschieden Facetten der Stadt gesehen hat die man wohl so nicht oder nicht mehr erlebt hätte, da Berlin ja seit Jahren eine Dauer-Baustelle ist.
Die Tour führte durch gewachsene Stadtteile durch Brach/Ödland und komplett neu gebaute Gebiete mit Luxuswohnungen für 2 Millionen Euro das Appartement.

Die ganze Stimmung entlang der Lichtgrenze war total entspannt von Jung bis Alt mit Kind und Kegel aus aller Herren Länder flanierten die Menschen. Jeder hatte etwas zu berichten was er damals erlebt hatte als die Mauer fiel. Großeltern mit ihren Enkeln etc waren unterwegs es war wie eine Geschichtsstunde selbst für viele Berliner war es eine Entdeckungsreise wie wir mitbekamen. Keiner hatte ein Handy am Ohr oder tippte mit gesenktem Kopf SMS. Alle waren freundlich und aufgeschlossen.
Einfach traumhaft.


Am Check Point Charly hatten wir den Teil der Tour erstmal beendet. Den Rest - das Zwischenstück - in der Mitte wollten wir heute Abend in der Dunkelheit erlaufen.

Erstmal hatten wir Hunger und wollten uns etwas ausruhen. Andreas hatte vor Wochen einen Bericht über Essen in der DDR bei Phönix gesehen und recherchierte.

Es gab dort so seltsame Produkte wie die Ketwurst.  Heute gibt es noch 2 Läden die die führen. Generell gab es die eh nur in den großen Städten so dass Andreas als Kind vom Land sie selber noch nie gegessen hat.
Ketwurst ist eine Wortkreation aus Ket von Ketchup und Wurst. Es gibt ein großes längliches Brötchen was aufgespießt wird die Bratwurst wird in eine Tomatensoße gelegt und reingesteckt verdammt lecker. 
Zumal Andreas eh kein Currywurst-Fan ist. Curry zählt nicht zu seinen Lieblingsgewürzen.

Zu bekommen ist die Ketchupwurst übrigens am U/S Bahnhof Schönhauser Allee.

Nach einem kurzen Schlaf ging es nocheinmal zurück zur ehemaligen Grenze in Mitte um das letzte Stück abzulaufen.
Wir sind am Hauptbahnhof eingestiegen wo wir gestern abgebrochen hatten. Abends wenn die Stehlen leuchten ist es gleich noch etwas magischer. Heute Abend war es richtig voll es ging vorbei am Regierungsviertel und dem Reichstag zum Brandenburger Tor. Hier war eine riesige Bühne aufgebaut und kaum ein durchkommen. Wir entdeckten das dort Container standen, wo Menschen drauf waren. Von oben sehen wollten wir das Spektakel ja sowieso und entdeckten eine Treppe. Dort oben war trotz Top Blick aufs Brandenburger Tor und die Umgebung überraschend wenig los. Wir vermuten, dass die Leute nicht nach oben geschaut haben.

Weiter ging es am jüdischen Mahnmal vorbei bis zum Potsdamer Platz - das Manhattan Berlins. Auf der ganzen Strecke waren immer wieder Strassenmusiker zu hören.

Am Potsdamer Platz war schon der Weihnachtsmarkt aufgebaut mit einer Schneepiste zum Rodeln. Die Preise waren sehr günstig. Bei der Lage wunderte uns das. Es war rappelvoll - die sind aber früh dran.








Anschließend gingen wir aus. 

Am Ende sind wir heute 22.000 Schritte gelaufen.

Freitag, 7. November 2014

Berlin Lichtgrenze Tag 1

Freitag,der 07. November 2014.


Wir hatten schon länger geplant nach Berlin zu fahren, so wie wir das jedes Jahr im November machen.

Der Kurzurlaub fing schon mal gut an. Die Eisenbahn-Gewerkschaft GDL streikte seit Donnerstag aber die Bundesbahn hat  einen Ersatzfahrplan aufgebaut nach dem laut Internet stündlich ein ICE von Hannover nach Berlin verkehren soll.

Wir hatten einen IC für14:50 Uhr  gebucht  und der fiel aus.

Andreas war morgens noch beim Sport und wir trafen uns schon um 13:15 Uhr am Bahnhof laut Bahn soll es ja so sein das bei Ausfall auch ein höherwertiges Produkt benutzt werden darf.
Die Dame am Schalter stempelte unseren Fahrschein ab und sagte wir können die nächste Möglichkeit benutzen.

Im Endeffekt sind wir 1 Stunde früher gefahren, da der ICE selbst 20 Minuten Verspätung hatte. Es war fast leer im Zug und auf den Bahnhöfen. Unter diesen Vorraussetzungen kann gern öfter gestreikt werden.

In Berlin Hauptbahnhof  angekommen kam auch kurz darauf eine Regionalbahn die uns zum Alex beförderte - also alles perfekt.
Denn die S-Bahn lag Streikbedingt weitgehend danieder. Es fuhren nur vereinzelt Züge von der Friedrichstraße gen Osten nicht jedoch vom Hauptbahnhof und auf der Nord/Süd Strecke war auch kaum Verkehr. Wir  sind unserem Ritual treu geblieben ein Bier in der Besenkammer zur Begrüßung zu trinken einer kleinen Bierbar unter den S-Bahn Bögen am Alexanderplatz.

Wir haben dann unser Gebäck zu Wolfgang der Mutti vor Ort gebracht und sind mit ihm spazieren gegangen.

Wir wollten schließlich das Highlight zum 25. Jährigen Mauerfall Jubiläum besichtigen. Die Lichtgrenze - eine Installation die sich über 15 Kilometer länge durch die Innenstadt zieht.

Es wurden im Abstand von ca. 2 Metern über 7000 Ballons an Stangen befestigt, die nachts leuchteten und am 11. November in den Himmel steigen sollen um die Auflösung der Mauer zu symbolisieren.

Wir liefen zuerst auf den Trümmer Berg am Gesundbrunnen um das alles von oben zu sehen. Die Idee war nicht so gut, denn man sah kaum denn Verlauf. 

Anschließend nach einer Currywurst bzw Schnitzel von der Imbissbude ging es zur S-Bahn Station Bornholmer Straße diesesmal mit U-Bahn und Tram mangels Verkehr auf der S-Bahn. Wir fuhren bis zur Brücke wo Geschichte geschrieben wurde - hier war die Stelle als am 9. November 1989 zuerst die Mauer geöffnet wurde.

Es gab eine große Videowand wo die Geschichte vom Bau der Mauer,  das Leben in der DDR bis zum Ende der Mauer dargestellt wurde mit Originalaufnahmen. Es wurde nichts verherrlicht oder beschönigt.

Wir sind dann im Norden der Stadt  den Ballons gefolgt. Es gibt ja kaum noch Hinweise wo die Mauer einst verlief. Das machte es einfacher.
Die Ballons waren so hoch wie die Mauer selbst und durch die Kugel sollte der Mauerkranz dargestellt werden.




Überall auf der Strecke waren blaue Tafeln mit 100 Mauergeschichten aufgestellt. Darauf wurden kurz und anschaulich Geschichten der Mauer erzählt die teils sehr bedrückend waren was die Menschen auf sich genommen haben um zu fliehen und dabei teilweise zu Tode gekommen sind. Was die DDR unternommen hat, auch finanziell, um die Mauer immer mehr zu einer undurchlässigen Festung auszubauen.

Unsere Tour ging von besagter Bornholmer Straße  über den Mauerpark -Bernauer Straße zum Invaliden Friedhof. Es ist schon pervers, denn dieser wurde vom "Antifaschistischen Schutzwall" zerschnitten von 3000 Gräbern sind noch 300 erhalten. Unsere Tour für heute endete am Hauptbahnhof wir haben 18.000 Schritte zurück gelegt.

Anschließend gingen wir noch aus.