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Freitag, 23. September 2016

Gemeinsam unterwegs: Gratis-Tag

Freitag, der 23.09.2016
Von Björn 

Erneut erwartet uns ein schöner Sonnentag in Norwegen. Nach einem kleinen Spaziergang durch die kleine Innenstadt verlassen wir die Innenstadt und kommen durch einen kleinen Wald ans Wasser. Mandal bietet mehrer schöne Strände zum Skagerak - der Verbindung zwischen Nord- und Ostsee.  Jeder Strand hat seine eigene Sandfarbe - von weiß über gelb bis Zimtfarben. Torfinn und Andreas essen ein paar frische Shrimps, die sie zuvor im Fischladen gekauft haben. Ich bin da ja nicht so ein Freund von. Andreas springt anschließend ins Wasser. Seit Griechenland ist er ja kaltes Wasser gewohnt. 

 


 

 

Wir genießen das Meer und die Ruhe. Wieder ein komplett anderer Eindruck, den und Norwegen hier bietet nach der großen Stadt und dem Haus in den Bergen!

Am Nachmittag machen wir uns auf den Weg zurück in die Stadt. Torfinns beste Freundin arbeitet im Kulturhaus und sie hat Karten für uns für ein Konzert heute Abend von Marit Larsen. Das Konzert ist generell gratis - aber die 800 Karten sind natürlich schon weg. 

Marit Larsen hatte mal einen Hit in Deutschland und so freuen wir uns darauf eine norwegische Sängerin live zu erleben. 




Hungrig gehen wir nun Middag-Essen. Das ist hier üblich, dass man zum Nachmittag sein Mittagessen einnimmt. Wir wollen BluSkjells essen - Miesmuscheln. Das Restaurant ist eine echte Besonderheit. Im "Provianten" wird nicht nur alles selbst frisch und ökologisch gekocht. Es gibt auch eine Bäckerei mit frischen Sauerteigbrot, eine Mini-Brauerei für das eigene Bier und eine Kaffeerösterei für den eigenen Kaffee! Eine Töpferei gibt es auch noch - wofür die da ist, kann ich nicht sagen. 

Die Miesmuscheln waren klasse! Als Andreas nach einer Karte des Restaurants fragte, bekam er gleich noch 3 Gratis-Brötchen aus der eigenen Backstube geschenkt! 

Nach einer kurzen Erholungspause zuhause, ging es zurück in die Stadt. Im hiesigen Kulturhaus gibt es viele Veranstaltungen und auch Kinos, Proberäume und vieles mehr. Im großen Saal passen 800 Leute rein und die Vorband spielt bereits. Marit Larsen war echt super - sie hat eine ganz klare Stimme. 

 

Zum Abschluss gab es noch ein Bier und dann war auch dieser Tag zu Ende. 

Sonntag, 18. September 2016

Gemeinsam unterwegs: Oslo mit der Bahn entdecken

Sonntag, der 18.09.2016
Von Björn 

Ein traumhafter Samstag steht an. Andreas und ich machen uns alleine auf, um Oslo diesmal mit der Bahn zu erkunden. Das Tagesticket wird hier per App gekauft. Die erste Fahrt dauert etwas länger und geht hinauf bis zum Holmenkollen - Norwegens meist besuchte Attraktion. Man benötigt etwa 30 Minuten, um dann oben auf dem Berg an der berühmten Sprungschanze zu stehen. Durch die Zuschauerränge kann man steil nach oben klettern, um auf einer Plattform die tolle Aussicht auf Oslo und die Bucht zu genießen. 

 

 

In einem Simulator erleben wir einen Sprung von der Schanze und eine rasende Abfahrt die Slalomstrecke hinunter. Uns ist hinterher ganz schlecht. Was die Sportler auf sich nehmen ist schon beeindruckend. Wer mag kann für 80 Euro an einem Seil die Sprungschanze runtersausen - aber das ersparen wir uns dann doch. 

Zurück geht es wieder mit der Bahn durch die schöne Berglandschaft und durch schöne Stadtviertel von Oslo! Am Vigelandpark steigen wir aus und mischen uns unter die zahlreichen Touristen, um diesen grandiosen Park zu besuchen. Im Park stehen 212 Bronzestatuen von Gustav Vigeland, die er zwischen 1907 und 1942 erschaffen hat. Die Figuren sind sehr persönlich und symbolisieren das (meist schwierige) Verhältnis zwischen Vater und Sohn, zwischen Mann und Frau und zwischen alt und jung. Der Künstler gab an, dass er eine sehr schwere Kindheit hatte und er seine Hölle in der Kindheit so verarbeitet hat. 

 

 

 

 

 

 

Das Gesamtwerk ist überwältigend. Nur warum sehen die Leute alles nur noch über ihr Smartphone an einem Selfiestick? Auf jeden Foto muss die eigene Visage mit drauf - am besten mit "Duck-Face". Das war echt schlimm gewesen. Die wenigsten Leute haben sich die Zeit genommen, sich von der einen oder anderen Skulptur einnehmen zu lassen und einfach mal abzuschalten vom Smartphone-Stress. 

Mehr haben wir heute nicht gemacht - es wurde auch schon Abend und wir haben gut gegessen und wieder Bunde-Bridge auf dem Balkon gespielt. Auch diesmal war Torfinn unschlagbar. Um 12 ging es dann ins Bett - morgen steht die lange Tour zum Familienanwesen in den Bergen an. 

Samstag, 17. September 2016

Gemeinsam unterwegs: Schleife durch die Schleife

Samstag, der 17.09.2016
Von Björn 

Ein schöner Sonnentag erwartet uns in Oslo. Wir nutzen das tolle Wetter, um einen ausgedehnten Spaziergang durch Torfinns Stadtteil Grünerløkka  zu machen, der abwechslungsreicher nicht sein kann. Løkka bedeutet Schleife. 

Erstmal gibt es aber ein Pre-Lunch mit einem extrem leckeren und sehr Knoblauchhaltigen Steak auf Brot. 

 

Ein paar Kalorien verbrauchen wir gleich nebenan beim Minigolf nebenan. Die Anlage ist gut in Schuss und der Besitzer gibt uns ein paar Tipps. Ich erzähle im von Bad Münder - der Hauptstadt des Minigolfs in unserer Region. Dort finden die Weltmeisterschaften in Minigolf statt. Er zeigt mir stolz einen Ball mit der Aufschrift von Bad Münder. Der Platz ist gut besucht und nach einer Stunde war ich als Sieger mit reichlich Abstand hervorgegangen. Nächstes mal sollte ich wohl mit Handicap spielen. 

Nun machen wir uns aber auf den Weg, um noch ein paar mehr Kalorien unseres reichhaltigen Essens zu verbrauchen. 

Neben kleinen Plätzen mit viel Grün wird der Stadtteil maßgeblich durch den Fluss Ankerselva geprägt, der sich durch die Stadt schlängelt. 

 


Folgt man dem Fluss, kommt man durch das Szeneviertel, welches stark an Kreuzberg erinnert.

 

 

 

Dahinter eröffnet sich ein großer Platz, wo es schon etwas edler zugeht. Hier gibt es eine sehr edle Markthalle mit lauter kleinen Schweinereien zu exorbitanten Preisen. Auch Boutiquen und Cafés wollen vom gehobenen Publikum besucht werden.   Dahinter folgt erneut ein Szenewechsel. Bergauf geht an alten Holzhäusern vorbei zu einem kleinen Friedhof. Hier liegen Ibsen und Munch begraben. 
Die Landschaft lädt abermals zum Verweilen ein, bevor wir einen exklusiven und teuren Blumenladen ansteuern - Andreas möchte dort Übertöpfe für unsere Küche kaufen. Der Besitzer hat viele, sehr viele Pokale gewonnen mit seinem Handwerk. Torfinn sagt, er ist der derzeitige Weltmeister im Blumenstecken! Das schlägt sich natürlich auch auf die Preise nieder. Nachdem er gefunden hat, was er wollte, ging es zurück zum Fluss. 

Folgt man dem Fluss weiter stromaufwärts, wird man mit kleineren und größeren Wasserfällen belohnt. Traumhaft schön! 

 

 

Hier lassen wir uns nieder und verzehren süße Leckereien aus der Markthalle. Anschließend machen wir uns auf den Heimweg. Wir müssen noch für unsere nächste Station in den Bergen einkaufen - dort gibt es nämlich fast nichts. 

Abends spielen wir Karten. Torfinn bringt uns ein Spiel bei, was sehr häufig in der Familie gespielt wird. 
Es heißt Bondebridge - Bauernbridge und funktioniert exakt so, wie unser geliebtes Skull King! Gleichzeitig werden auf Kommando die Stiche angesagt, die man erhalten möchte. Dabei gibt es in der ersten Runde nur eine Karte bis man in der 10. Runde 10 Karten erhält, bevor es wieder zurück geht. Es gibt keine Sonderkarten und die Punktwertung ist etwas anders. Andreas ist normalerweise für neue Spiele nicht zu haben und Stichspiele sind komplett neu für ihn. Er schlägt sich tapfer und hat Spaß daran. Jetzt will er auch Skull King kennenlernen, was er sich für die Hütte in den Bergen aber aufsparen will. Dort werden wir genug Zeit dafür haben. Vorsorglich hatte ich Skull King eingepackt. Man sollte also immer ein Skull King dabei haben! 

Wir hatten also einen herrlich entspannten Tag verlebt - so soll Urlaub sein! 

Freitag, 16. September 2016

Gemeinsam unterwegs: Drei Gartenabenteuer

Freitag, der 16.09.2016
Von Björn 

Heute Nachmittag steht ein besonderes Ereignis an. Andreas und ich nutzen den uns verbleibenden Vormittag, um den gleich gegenüberliegenden botanischen Garten zu besuchen. Vor ein paar Tagen waren wir gerade noch im Berggarten in Hannover - deshalb wäre ein Vergleich natürlich angebracht, aber das wäre etwas unfair. Unser Berggarten ist viel größer und abwechslungsreicher. Dafür ist dieser Garten frei und bietet ein paar schöne Ecken zum erholen an. 
Es gibt auch Abteilungen mit Nutzpflanzen, wo gerne Schulklassen rumlaufen um zu lernen, wo das Gemüse herkommt. Am schönsten ist ein stilistisches Wikingerschiff mit Pflanzen und Schaukästen zu den Wikingern. Man bekommt einen guten Eindruck, wie deren Leben wirklich war, abseits von dem nur kriegerischen Volk! Vor über 1000 Jahren haben sie auch schon regen Handel mit weit entfernten Orten getrieben. 

 

 

 

 

 

Gegenüber liegt das alte Munch-Museum. Das neue Museum für Edvard Munch wird gerade neben der Oper neu gebaut. Wir sind kurz dorthin abgebogen, sind aber nicht reingegangen. 

Dann sind wir zu dritt zu unserem heutigen Event gefahren. Ca. 1 Stunde ging es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an andere Ende von Oslo in die Kleingartenkolonie einer Freundin. Dort ist heute wieder "Action" angesagt. Ein Fernsehteam ist jeden Freitag vor Ort, um für eine Art Einrichtungsshow zu drehen. Ein alter Supermarkt wird dort umgebaut um 3 kleine Koloniehäuser daraus entstehen zu lassen. Drei Pärchen nehmen an der Show teil und müssen jedeWoche  einen Bereich gestalten. Diesmal ist die Veranda an der Reihe. Die Koloniebewohner sind eingeladen, diese zu begutachten und das Fernsehteam filmt das dann mit und interviewt die Besucher über deren Eindrücke. Nach einer halben Stunde ist der erste Teil vorbei. Dann gibt es Würstchen, Limo und Torte für alle, während die Moderatorin, die Jury und die 3 Pärchen eintreffen um zu hören, wer diese Woche die beste Leistung abgeliefert hat. 


 

 

Die Jury ist prominent besetzt - zumindest in Norwegen sind sie sehr bekannt. Einer von den dreien ist der Blomster-Finn, also Blumen-Finn. Sehr schwul kommt er daher und als Andreas ein Foto mit ihm haben möchte, bekommt er gleich ein Angebot, die süßen Sachen bei ihm zuhause zu testen. :-)

 

Bei Paaren handelt es sich um ein junges Pärchen, eine Mutter mit ihrer Tochter und ein schwules Pärchen. Der Gewinner bekommt das selbst eingerichtete Koloniehäuschen geschenkt. Diesmal gewinnt das junge Pärchen, die sich tierisch freuen, denn bis jetzt sind sie immer leer ausgegangen. Die beiden andere Paare hatten jeweils schon zweimal gewonnen. 

Damit ist der Spuk vorbei und wir gehen mit Anneliese in ihren Garten um dort mit weiteren Freunden ein wenig zu feiern und Karten zu spielen. Der Blick von hier hinunter in die Bucht von Oslo ist traumhaft. 

 

Mit viel Irish-Coffee (das ist hier sehr beliebt) und dem Kartenspiel UNO wurde es ein sehr lustiger Abend. Zu neunt haben wir natürlich ziemlich lange gespielt. Zumindest deren Sonderregel, dass bei einer +4 nicht der nächste vier Karten ziehen muss, sondern alle, wurde abgemildert. Nun musste jeder nur noch 2 Karten ziehen. Wenn jemand also UNO sagte, weil er nur noch eine Karte hatte, flog von irgendwo eine +4 daher und es ging munter weiter. Als Andreas letztes hier war, wurde auch UNO gespielt, aber er hat keine einzige Runde gewonnen. Fröhlich wurde dann immer "We are the champions and you are the looser" gesungen. Diesmal habe ich gleich die ersten beiden Runden gewonnen und damit die 500-Punkte-Marke geknackt um die Familienehre wieder herzustellen. Die Marke wurde dann einfach auf 1.000 Punkte hochgesteckt, damit es weitergeht. Andreas könnte endlich auch eine Runde gewinnen und der Schmähgesang hörte damit auch auf. Als neues Lied habe ich Tony Marshall hervorgekramt, der fröhlich sein "Anneliese" trällert - das wurde dann den ganzen Abend gesungen, wenn Anneliese dazu einen Anlass gab. 

Insgesamt viermal habe ich gewonnen und damit auch die 1.000er Marke überschritten. Jetzt war es allerdings auch schon sehr spät und wir haben den lustigen Abend ausklingen lassen und sind dann mit dem Nachtbus nach Hause gefahren. 

Donnerstag, 15. September 2016

Gemeinsam unterwegs: Ein Sommer in Oslo

Donnerstag, der 15.09.2016
von Björn 

Andreas war ja schon einige Male in Oslo und hat schon einiges über diese Stadt geschrieben. Für mich war Oslo aber eine komplett neue Stadt. 

Für heute steht also ein ausgedehnter Spaziergang zusammen mit Andreas und unserem Freund Torfinn durch die Stadt an. Wir wohnen hier in Zentrumsnähe und konnten alles zu Fuß erreichen. Nach 15 Minuten waren wir bereits im Zentrum. Oslo ist sehr lebendig und unterschiedlich im Stadtbild. Es gibt altes und neues zu entdecken. Der neue Stadtteil am Hafen heißt "Barcode" - lauter schmale Hochhäuser nebeneinander in jeweils einer anderen Architektur.  Von oben sieht es aus wie ein Strichcode - daher der Name. 

Entlang am Hafen kommt man zum Eisberg. Das ist hier das riesige Opernhaus in Form eines Eisbergs. Hier kann man die Dächer erklimmen und hat eine wunderbare Sicht - nur heute war alles voller Nebel. Das die Leute auf den Dächern herumlaufen geht völlig in Ordnung - es soll die Volksnähe der Oper symbolisieren. 


Viele interessante Bauwerke liegen auf dem Weg - aber auch lauter Kleinigkeiten gibt es zu entdecken. Tolle Innenhöfe, verrückte Schaufensterdekorationen und Menschen sowieso. An einem Streetfood-Platz gab es einen Bioburger mit Süsskartoffelpommes und hinterm Schloss ein Nickerchen im Park. 

Auf dem Rückweg gab es den obligatorischen Besuch im Spieleladen. In Oslo gibt es nur einen - aber der ist recht gut sortiert. 

Zum Abendessen haben wir Flammkuchen selber gemacht. Normalerweise kaufen wir den Fertigteig bei Aldi dafür - aber sowas hab es hier nicht und so hab ich ihn ruckzuck selbst gemacht. War lecker und ausreichend. Kartenspielend wurde der Abend dann beendet. 

Hier eine bunter Mischung unsere Tour in Bildern;

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Mittwoch, 14. September 2016

Gemeinsam unterwegs: Nordish by nature

Mittwoch, der 14.09.2016
von Andreas


Langer Langer Weg nach Norwegen. 

Die Nacht war etwas kurz. Mir gehen immer zu viele Sachen durch den  Kopf. Wir wollen heute zusammen nach Norwegen. Ich war ja dort schon mehrmals zum vortesten. 

Unseren Gastgeber hatte ich gleich aus Berlin mitgebracht wo er zuvor ein paar Tage Party Urlaub hatte. 

Wir hatten mit im für 2 Tage etwas in Hannover unternommen. Zum Beispiel die Illumination in den Herrenhäuser Gärten. Er war sehr begeistert über die Größe und meinte das ist ja so gross wie sein Viertel in Oslo.  

Der Vorteil meines kurzen Schlafes war, dass ich schon beim Bäcker und beim Schlachter war, um uns etwas Wegzehrung zu bereiten. Das Auto war auch gepackt und um 9:09 Uhr ging es los. 

Beim Kilometer 280 und 11 Baustellen später haben wir um 12:25 Uhr den ersten Tankstop eingelegt. Wir wollten noch einmal kräftig volltanken, bevor es ins hochpreisige Skandinavien geht. 

Schon krass die ganzen Baustellen und das man für das bisschen knapp 3 1/2 Stunden benötigt. 

Um 13:08 Uhr bei km 325.9 hieß es "Good bye  Germany - welcome Dansk". 

An der Grenze wurden alle Autos kurz abgescheckt. Wir wurden gleich durchgewunken. 

Um 13:50 Uhr, nachdem wir 414,6 km immer nur nach Norden gefahren sind, ging es jetzt gen Osten. Immer mit dem guten NDR im Radio. 
Halb Dänemark haben wir damit bereist. 

Beim km 510 wurde es etwas spannend. Die Landschaft in Dänemark ist ja eher flach wie Flunder. Wir fuhren über die Storebælt Brücke . Diese wurde am 14. Juni 1998 eröffnet und ist 18 km lang. 
 
Eine Überfahrt im Pkw kostet 240 Dänische Kronen (32 Euro). 

Jetzt drückte die Blase. Um 15:03 hieß es Wasser lassen. Die Toilette war nicht gerade der Bringer - völlig eingesaut. Dafür lag der Rastplatz idyllisch an einem See. 

Jeahh Halbzeit! In Kopenhagen hatten wir tatsächlich die Hälfte der Strecke hinter uns nach ca 7. Stunden Fahrzeit. 

Die Grenze zwischen Dänemark und Schweden bildet eine Brücke. 
Die berühmte Øresundsbron. 
Die ist 7845 Meter lang und wurde am 1. Juli 2000 eröffnet. Die Brücke hat 1 Milliarde Euro gekostet. Das investierte Geld holt man sich auch hier gleich wieder ab. Für nen normalen Pkw zählt man
Mal eben 42 Euro. 

Um 16:07 beim Kilometer 656,7 sind wir in der Brückenmitte in Schweden. Am Brückenende hatten wir brav die Maut abgedrückt um gleich danach die Grenzstation zu passieren. Hier wurden nur schnell die Ausweise kontrolliert. Takk und weiter.  

Somit waren wir gerade mal 3 Stunden unterwegs um ganz Dänemark zu durchfahren mit nur einer Baustelle. Mit Benzin konnten sie kein Geld an uns verdienen dafür haben sie ja bei den Brücken gut zugelangt. 

Wir mussten menschlichen und maschinellen Bedürfnissen nachkommen. 
Also tanken, pinkeln, Essen fassen. 
Wir betraten  um 17:36 beim Kilometer 795 erstmals schwedischen Boden. 

Um 19:26 durchquerten wir Göteborg. Direkt an der Autobahn lag ein Freizeitpark mit allerlei Fahrgeschäften. Es ist der größte Vergnügungspark Nordeuropas und wurde schon 1923 eröffnet. 

Irgendwo in der schwedischen Pampa hatten wir um 19:55 Uhr Kilometer 1000 erreicht. 

Kurz vor erreichen der Grenze hatten wir noch einmal bis zum Überlaufen vollgetankt. Sprit aller Art für das Auto und zum trinken sollen ja exorbitant teuer sein. 

Nach knapp 5:15 Stunden hatten wir Schweden hinter uns. Es gab 2 Baustellen und eine etwas größere Umleitung wo wir die Autobahn verlassen mussten. 

Um 21:25 Uhr beim Kilometer 1137.9 war es dann so weit - wir berührten norwegischen Boden. 

Hier gleicht die Grenze einer Festung. 
Hier wird man  im Zickzack durch eine Straße zur Grenzstation geleitet. Wir wurden auch gleich herausgewunken wie die meisten anderen auch. 
Wir waren froh einen Einheimischen bei uns zu haben. Der Beamte stellte ganz schön viele Fragen "woher?", "wohin und wie lange?", Wie viele Zigaretten und welche Getränke wir einführen.  Wir mussten auch noch das halbe Auto ausräumen. Im Gebäck machte er Stichproben. 

Alles war gut. Am Schluss hatten wir uns noch über Hannover 96, Eishockey und die Reeperbahn unterhalten. Das hat den Druck rausgenommen. Hier ist man sich sehr streng. 

Jetzt hieß es Endspurt für die letzten Kilometer. 

Hier sind wir ganz entspannt gefahren und strickt nach Geschwindigkeitsvorgabe. Wenn man etwas schneller fährt soll das wohl sehr teuer sein. Dafür Geld abzudrücken hatten wir keine Lust. 

Kurz vom Stadtzentrum in Oslo würde es noch einmal spannend. Wir fuhren in einen Tunnel, der hat allerlei Abzweigungen und Ein- und Ausfahrten. Ein echtes Labyrinth was sie hier in der Erde versenkt haben. Das Navi versagte hier natürlich. Als wir dann rausgefahren waren, reichte die Zeit zwischen der Entscheidung welche Ausfahrt am Kreisel die richtige ist und der "ich bin wieder da" des Navis nicht aus. 

Nach einigen diversen Verfahrungen hatten wir um 23:23 mit 1265 Kilometern unser Finales Ziel erreicht. 

Norwegen war mit 2 Stunden unsere kürzeste Reise. 

Wir waren 14 Stunden 14 Minuten unterwegs in 4 Ländern mit 4 Pausen 3 mal getankt und einmal nur WC Pause eingelegt. 

Wow Ein Abenteuer voller Adrenalin. 
Ich habe als Einziger einen Führerschein.

 
 
 

 




Dienstag, 1. März 2016

Andreas allein unterwegs: Für die Rückreise kein Sitzplatz im Flugzeug

Tag 12. Dienstag, der 1. März 2016.

Wow - ich habe super geschlafen! Um 12 Uhr klingelte der Wecker, damit wir noch schön Frühstücken können und noch etwas Zeit haben ohne Stress. Ich glaube ich hätte locker bis 15 Uhr durchgeschlafen.

Torfinn ist ein super Koch. Es gab gebratene Putenbrust mit bunten Gemüse die auf einem Mohnbrötchen angerichtet wurde. Gesund und lecker. Das werde ich jetzt auch öfter machen.

Wir stöberten noch bei You Tube herum nach norwegischer und deutscher Musik.

Um kurz vor 16 Uhr ging es zum Bahnhof später ging auch nicht. Um 17:45 Uhr soll ich abfliegen. Die Fahrt für die Trikken bezahlte mein super toller Gastgeber mit dem Handy. Das machen die Meisten hier.

Die Fahrt mit dem Schnellzug mehr oder weniger gratis. Auf der Fahrt zum Flughafen nach Lappland sind wir praktisch schwarz gefahren, weil der Zug liegen geblieben ist und wir rückwärts fuhren.

Wir hatten da ja so viel Verspätung das es knapp wurde. Das Ticket wird hier zumindest im Flughafen Express Zug beim aussteigen entwertet vorher interessiert das keinen.
Beim aussteigen sind Bahnsteig Barrieren die sich nur durch das Ticket öffnen eine war Defekt dort sind wir durchgelaufen. Somit hatte ich einen Freifahrtschein. Ich finde das war auch verdient. Praktischerweise sind die Tickets 6 Monate gültig. Somit habe ich 180 Kronen gespart macht 18 Euro.

Am Flughafen hatte ich knapp unter 60 Minuten Zeit ich mag es lieber stressig statt Stundenlang rumzugammeln.
Beim einchecken teilte man mir mit das Flugzeug sei überbucht und ich hätte zur Zeit keinen Sitzplatz.
Die Reisetasche war weg auf dem weg nach Hannover ich sollte zum Gate gehen dort würde ich einen Sitzplatz bekommen.
Nun war ich doch etwas nervös.
Am Gate angekommen sagte man mir ich sollte mich hinsetzen und entspannen und wiederkommen wenn die Fluggäste eingestiegen sind. In dem Moment spuckte der Computer aus Boarding complete und Seitenweise Papier na Prima.

Ich versuchte mich zu entspannen ändern konnte ich jetzt eh nichts mehr.

Als fast alle eingestiegen sind bin ich zum Schalter und bekam meine Tickets mit Sitzplatz nach Brüssel und Hannover somit muste ich mich nicht an den Flügel Klemmen.

In Brüssel sind wir um 20:30 Uhr mit 30 Minuten Verspätung angekommen.
Mein Anschluss Flug geht 21:10 Uhr. Glücklicherweise war mein Gate direkt gegenüber ich musste nur von
Gate A64 nach A65 mein kürzester Umstieg auf einem Flughafen. Mein Flugzeug mit dem ich gekommen war flog bereits 21:00 Uhr weiter nach Warschau. Schon interessant wie das alles funktioniert von wo die Flugzeuge kommen und wohin sie Weiterfliegen.
Zurück von Brüssel nach Hannover ging es dann wieder in einer Propellermaschine so wie schon auf dem Hinflug.

Ich bin pünktlich in Hannover gelandet. Drausen wartete schon mein toller Ehemann um mich abzuholen. Was für eine freudige Überraschung.

Um 23:45 Uhr war ich nach einem tollen Urlaub zu Hause.

Morgen wird der Koffer gepackt übermorgen sind wir in Athen.

Einmal Europa von ganz oben im Norden nach ganz in den Süden.

Montag, 29. Februar 2016

Andreas allein Unterwegs: Der geschenkte Tag

Tag 11. Montag der 29. Februar 2016.

Der Tag, der nur alle 4 Jahre stattfindet, war unser Rückreisetag nach Oslo.

Um 5 Uhr klingelte der Wecker. Wir konnten überhaupt nicht schlafen.
Da die Autos kaputt und das Schneemobil mit Gebäck keine Alternative war, hatten wir das einzige Taxi im Ort bestellt. Das machten wir schon einen Tag vorher klar, denn wir wollten ja kein Risiko eingehen. Beim ersten Mal ging es ja in die Hose, als wir nachts nach Hause laufen mussten.

Dann gab es wieder Bus/Bus/Bus/Flug/Zug/Strasenbahn.
Nach 11:20 Stunden waren wir in der Wohnung in Oslo.

Wenigsten im Bus und Flugzeug konnte ich etwas schlafen, wenn auch nur gerade mal 3 Stunden gesamt.

In der Wohnung habe ich mir erstmal eine schöne Beauty Dusche mit Rasur gekönnt. Das Abendessen sollte simpel sein. Während Torfinn einkaufen war, packte ich meine sieben Sachen.

Wir machten selber Pizza. Sehr lecker - besser als gekaufte.

Raus wollte keiner mehr wir hatten einen Film geschaut "This is England".

Torfinn zeigte mir noch eine Serie 'Allo 'Allo aus den 80ern aus England, wo die Deutschen zur Zeit des 2. Weltkriegsaufs Korn genommen werden. Super gemacht. Ich mag den englischen Humor. Die Serie werde ich mir zu Hause komplett ansehen. Wir hatten sie auf englisch gesehen. Es gibt sie auch in deutscher Sprache (z.B. auf YouTube). Ich hatte kurz reingeschaut, aber im Original kommen die Charaktere und der Witz noch besser rüber und mein Englisch wir dadurch auch noch besser.

Wir sind dann recht früh schlafen gegangen.

Dienstag, 23. Februar 2016

Andreas allein unterwegs: Französische Schweinereien

Tag 5. Dienstag, der 23. Januar 2016.

Yeah heute haben wir die Wohnung eine Stunde früher verlassen - diesmal schon um 13:00 Uhr. Irgendwie ist ja auch alles entspannt hier und Oslo auch nicht so groß das man sich unter Druck setzen muss.

Alles ist quadratisch, praktisch, gut :-))).

Als Erstes wollte ich Shoppen und unbedingt ein Spiel für Björn finden. Nach einiger Rennerei ,1 Stunde und 3 Spieleladen später habe ich ernüchternt aufgegeben. Es waren Buchläden mit der kleinsten Auswahl die ich je gesehen hatte. Hier kauft man wohl online und es lohnt sich für die Läden nicht mehr. Ein Laden von den Dreien hat sogar alle Spiele entfernt und das war der, den ich im Internet gefunden habe, der die beste Auswahl haben soll. Sorry Björn - kein tolles Souvenir für dich. Ich gab alles, es hat aber nicht gereicht.

Nun ging es los auf eine erneute Stadttour.
Es ging entlang der Karl-Johans-Gate. Die hatte ich zuvor schon mal erwähnt - so was wir die Bahnhofstraße. Sie  geht vom Bahnhof direkt zum Schloss.
Zu Beginn ist es eine Shopping Straße. Auf einem Haus ist eine Riesen-Werbung von der berühmten norwegischen Schokoladen Fabrik Freia angebracht. Torfinn sagte mir, dass ist das einzige Haus mit Werbung auf dem Dach wegen der Tradition. Ansonsten ist es nicht erlaubt.

Nach der Abteilung Kaufrausch öffnet sich die Straße zu einem Boulevard mit Grünanlagen. Hier befinden sich repräsentative Gebäude wie das Parlament (Stortinget), das Nationaltheatret und zu guter Letzt am Ende auf einem Hügel Ded Kongelige Slott. Da erahnt wohl jeder was das sein soll und jenes ist eher von kleiner Statur und schlicht. Drumherum sind einige Grünanlagen ich muss wohl mal im Sommer zurückkommen.

Auf dem Weg Richtung Wasser passierten wir die Patisserie Pascal.
Da lagen schon allerhand leckere Sauereien in der Auslage.
Jetzt hielt uns nichts mehr wir sind rein und haben zwei heiße Schokoladen bestellt und zwei lecker Teilchen. Die wurden auf einem Teller mit Vanillesauce kredenzt mit einem Glas Himbeeren und Preiselbeeren in Saft. Ich glaube wir hatten dann am Schluß eine Rechnung von 30 Euro. Es hat sich gelohnt und es ist Urlaub. Man macht das ja nicht aller Tage. Ich hatte Torfinn eingeladen, da er immer kocht und ich somit schon viel Geld sparen konnte. Norwegen ist bei essen und trinken und den meisten anderen Sachen ein hochpreisiges Land.

Jetzt ging es weiter Richtung Fjord.
Den Bereich der Oper im Osten hatten wir ja schon erkundet. Heute war der andere Teil dran. 
Hier befindet sich der alte West Bahnhof, in dem heute jedes Jahr die Friedensnobelpreise verliehen werden.
Auch das riesige Rathaus. Ein Backsteinklotz mit 2 Türmen. Die Einheimischen nennen ihn „geitost".
Das ist hier ein brauner Ziegenkäse, der in Klumpen verkauft wird. Der Bau des gewaltigen Kastens hat alleine 19 Jahre gebraucht.
Gleich nebenan befindet sich die "Akerhus Festning“ - eine alte Festungsanlage aus dem Mittelalter. Es kostet keinen Eintritt sie zu betreten. Es gibt lauter Alte Mauern, die man entlang gehen kann und die einem immer wieder tolle Perspektiven aufs Wasser bieten mit einer tollen Sicht auf den Hafen.

Hier ist noch etwas Besonderes: Björns Mutti war hier vor fast genau 50 Jahren. Sie hatte zu Hause eine Postkarte, die sie mir zeigte als sie wußte das ich Oslo besuchen werde. Ich machte ein Foto davon. Nun hatte ich auch die Stelle gefunden von wo aus das Foto gemacht wurde: Von der Festung aus.
Bis auf 4 Gebäude die ich noch identifizieren konnte ist nichts mehr so wie vor 50 Jahren.
Zum Abschluss der Tour ging es noch in den Stadtteil "Kvadraturen" gleich neben der Festung gelegen. Hier wurde alles nach dem großen Brand von 1624 quadratisch angelegt. In der Mitte befindet sich der Christiana torv. Der zentrale Platz. Bevor Oslo Oslo war, hieß es ja mal Christiana.
An diesem Platz wurde früher Markt gehalten und Menschen hingerichtet.
Heute steht hier das älteste Gebäude der Stadt von 1626 hier. Das erste Rathaus der Stadt, sowie die Skulptur einer riesigen Hand vom Stadtgründer Christian IV.

Jetzt war unser Pensum erreicht es gab einen schönen Sonnenuntergang und wir liefen zurück nach Hause. Wieder ein Tag zu Fuß ohne Bahnen. Das hat Spaß gemacht und Geld gespart.