Dienstag, 20. September 2016

Gemeinsam unterwegs: Keine Abenteuer heute

Dienstag, der 20.09.2016
Von Björn 

Ja, richtig gelesen. Heute gab es mal so gar nichts zu entdecken. Ich habe Frühstück vorbereitet und Brot gebacken. Dann haben Andreas und. Torfinn arbeiten am Haus erledigt und ich habe ganz entspannt gelesen. Urlaub vom Urlaub sozusagen. 

Für heute Abend machen wir verschiedene Tapas - der Kühlschrank ist prall gefüllt und alles will ja verzehrt werden. 

 

Am Ende wurde gespielt und Torfinn wurde endlich beim Bunde-Bridge geschlagen. 

Montag, 19. September 2016

Gemeinsam unterwegs: Von Oslo ins Helle

Montag, der 19.09.2016
Von Björn

Heute lassen wir Oslo hinter uns und fahren in die Berge. Unser Freund Torfinn heißt mit Nachnamen Helle und es gibt ein kleines Dorf mit dem Namen Helle. Tatsächlich kommt seine Familie von hier und hat hier auch ein Familienanwesen, dass regelmäßig genutzt wird. Wir werden für ein paar Tage dort sein, um anschließend nach Süden zu fahren, wo seine Eltern jetzt leben. 

10 Stunden sind wir unterwegs für gerade mal 310 Kilometer. Wir fahren allerdings durch die Berge - ständig geht es rauf und runter. Dafür haben wir eine traumhafte Landschaft um uns herum. 

 


In Dalen ist es besonders schön. Ein altes Hotel mit den umliegenden Bergen und dem dahinter liegenden See ist wie eine Traumkulisse aus einem Katalog. Hier machen wir Pause und genießen das Leben. 

 

 

 

 

Nach einer weiteren Stunde sind wir dann in Helle. Das Haus der Familie ist sehr gemütlich. 


Andreas und Torfinn haben ja erst dort am Anbau gearbeitet. Morgen soll der Rest fertig werden. Aber jetzt brennt erstmal das Holz im Ofen und der Grill wird vorbereitet. Es ist bereits dunkel, als das Essen fertig wurde. Wir essen trotzdem draußen bei Kerzenschein. Hier in den Bergen ist es richtig dunkel. Es gibt keine große Stadt in der Nähe, die ihr Licht abstrahlt. Ganz ungewohnt für uns Stadtkinder. Der Mond versucht noch über den Bergkamm zu Linsen, schafft es aber dann doch nicht. 

Den Abend beenden wir mit Kartenspielen. Heute kommt die Steigerung von Bundenbridge auf den Tisch: Skull King! In unseren Spielerunden sehr beliebt und über 100 Partien haben wir davon bereits gespielt. Andreas gefällt es supergut- er will es auch in Hannover in der Runde spielen. Torfinn ist nicht so begeistert - er kennt halt Bundebridge bis ins i-Tüpfelchen und kann nun schwer Umdenken. Dann wollen wir ihn auch nicht zwingen. Anschließend spielen wir Zero und gehen dann sehr müde von der langen Fahrt ins Bett. 



Wir freuen uns auf das Essen und ein paar entspannte Tage in den Bergen. 

Sonntag, 18. September 2016

Gemeinsam unterwegs: Oslo mit der Bahn entdecken

Sonntag, der 18.09.2016
Von Björn 

Ein traumhafter Samstag steht an. Andreas und ich machen uns alleine auf, um Oslo diesmal mit der Bahn zu erkunden. Das Tagesticket wird hier per App gekauft. Die erste Fahrt dauert etwas länger und geht hinauf bis zum Holmenkollen - Norwegens meist besuchte Attraktion. Man benötigt etwa 30 Minuten, um dann oben auf dem Berg an der berühmten Sprungschanze zu stehen. Durch die Zuschauerränge kann man steil nach oben klettern, um auf einer Plattform die tolle Aussicht auf Oslo und die Bucht zu genießen. 

 

 

In einem Simulator erleben wir einen Sprung von der Schanze und eine rasende Abfahrt die Slalomstrecke hinunter. Uns ist hinterher ganz schlecht. Was die Sportler auf sich nehmen ist schon beeindruckend. Wer mag kann für 80 Euro an einem Seil die Sprungschanze runtersausen - aber das ersparen wir uns dann doch. 

Zurück geht es wieder mit der Bahn durch die schöne Berglandschaft und durch schöne Stadtviertel von Oslo! Am Vigelandpark steigen wir aus und mischen uns unter die zahlreichen Touristen, um diesen grandiosen Park zu besuchen. Im Park stehen 212 Bronzestatuen von Gustav Vigeland, die er zwischen 1907 und 1942 erschaffen hat. Die Figuren sind sehr persönlich und symbolisieren das (meist schwierige) Verhältnis zwischen Vater und Sohn, zwischen Mann und Frau und zwischen alt und jung. Der Künstler gab an, dass er eine sehr schwere Kindheit hatte und er seine Hölle in der Kindheit so verarbeitet hat. 

 

 

 

 

 

 

Das Gesamtwerk ist überwältigend. Nur warum sehen die Leute alles nur noch über ihr Smartphone an einem Selfiestick? Auf jeden Foto muss die eigene Visage mit drauf - am besten mit "Duck-Face". Das war echt schlimm gewesen. Die wenigsten Leute haben sich die Zeit genommen, sich von der einen oder anderen Skulptur einnehmen zu lassen und einfach mal abzuschalten vom Smartphone-Stress. 

Mehr haben wir heute nicht gemacht - es wurde auch schon Abend und wir haben gut gegessen und wieder Bunde-Bridge auf dem Balkon gespielt. Auch diesmal war Torfinn unschlagbar. Um 12 ging es dann ins Bett - morgen steht die lange Tour zum Familienanwesen in den Bergen an. 

Samstag, 17. September 2016

Gemeinsam unterwegs: Schleife durch die Schleife

Samstag, der 17.09.2016
Von Björn 

Ein schöner Sonnentag erwartet uns in Oslo. Wir nutzen das tolle Wetter, um einen ausgedehnten Spaziergang durch Torfinns Stadtteil Grünerløkka  zu machen, der abwechslungsreicher nicht sein kann. Løkka bedeutet Schleife. 

Erstmal gibt es aber ein Pre-Lunch mit einem extrem leckeren und sehr Knoblauchhaltigen Steak auf Brot. 

 

Ein paar Kalorien verbrauchen wir gleich nebenan beim Minigolf nebenan. Die Anlage ist gut in Schuss und der Besitzer gibt uns ein paar Tipps. Ich erzähle im von Bad Münder - der Hauptstadt des Minigolfs in unserer Region. Dort finden die Weltmeisterschaften in Minigolf statt. Er zeigt mir stolz einen Ball mit der Aufschrift von Bad Münder. Der Platz ist gut besucht und nach einer Stunde war ich als Sieger mit reichlich Abstand hervorgegangen. Nächstes mal sollte ich wohl mit Handicap spielen. 

Nun machen wir uns aber auf den Weg, um noch ein paar mehr Kalorien unseres reichhaltigen Essens zu verbrauchen. 

Neben kleinen Plätzen mit viel Grün wird der Stadtteil maßgeblich durch den Fluss Ankerselva geprägt, der sich durch die Stadt schlängelt. 

 


Folgt man dem Fluss, kommt man durch das Szeneviertel, welches stark an Kreuzberg erinnert.

 

 

 

Dahinter eröffnet sich ein großer Platz, wo es schon etwas edler zugeht. Hier gibt es eine sehr edle Markthalle mit lauter kleinen Schweinereien zu exorbitanten Preisen. Auch Boutiquen und Cafés wollen vom gehobenen Publikum besucht werden.   Dahinter folgt erneut ein Szenewechsel. Bergauf geht an alten Holzhäusern vorbei zu einem kleinen Friedhof. Hier liegen Ibsen und Munch begraben. 
Die Landschaft lädt abermals zum Verweilen ein, bevor wir einen exklusiven und teuren Blumenladen ansteuern - Andreas möchte dort Übertöpfe für unsere Küche kaufen. Der Besitzer hat viele, sehr viele Pokale gewonnen mit seinem Handwerk. Torfinn sagt, er ist der derzeitige Weltmeister im Blumenstecken! Das schlägt sich natürlich auch auf die Preise nieder. Nachdem er gefunden hat, was er wollte, ging es zurück zum Fluss. 

Folgt man dem Fluss weiter stromaufwärts, wird man mit kleineren und größeren Wasserfällen belohnt. Traumhaft schön! 

 

 

Hier lassen wir uns nieder und verzehren süße Leckereien aus der Markthalle. Anschließend machen wir uns auf den Heimweg. Wir müssen noch für unsere nächste Station in den Bergen einkaufen - dort gibt es nämlich fast nichts. 

Abends spielen wir Karten. Torfinn bringt uns ein Spiel bei, was sehr häufig in der Familie gespielt wird. 
Es heißt Bondebridge - Bauernbridge und funktioniert exakt so, wie unser geliebtes Skull King! Gleichzeitig werden auf Kommando die Stiche angesagt, die man erhalten möchte. Dabei gibt es in der ersten Runde nur eine Karte bis man in der 10. Runde 10 Karten erhält, bevor es wieder zurück geht. Es gibt keine Sonderkarten und die Punktwertung ist etwas anders. Andreas ist normalerweise für neue Spiele nicht zu haben und Stichspiele sind komplett neu für ihn. Er schlägt sich tapfer und hat Spaß daran. Jetzt will er auch Skull King kennenlernen, was er sich für die Hütte in den Bergen aber aufsparen will. Dort werden wir genug Zeit dafür haben. Vorsorglich hatte ich Skull King eingepackt. Man sollte also immer ein Skull King dabei haben! 

Wir hatten also einen herrlich entspannten Tag verlebt - so soll Urlaub sein! 

Freitag, 16. September 2016

Gemeinsam unterwegs: Drei Gartenabenteuer

Freitag, der 16.09.2016
Von Björn 

Heute Nachmittag steht ein besonderes Ereignis an. Andreas und ich nutzen den uns verbleibenden Vormittag, um den gleich gegenüberliegenden botanischen Garten zu besuchen. Vor ein paar Tagen waren wir gerade noch im Berggarten in Hannover - deshalb wäre ein Vergleich natürlich angebracht, aber das wäre etwas unfair. Unser Berggarten ist viel größer und abwechslungsreicher. Dafür ist dieser Garten frei und bietet ein paar schöne Ecken zum erholen an. 
Es gibt auch Abteilungen mit Nutzpflanzen, wo gerne Schulklassen rumlaufen um zu lernen, wo das Gemüse herkommt. Am schönsten ist ein stilistisches Wikingerschiff mit Pflanzen und Schaukästen zu den Wikingern. Man bekommt einen guten Eindruck, wie deren Leben wirklich war, abseits von dem nur kriegerischen Volk! Vor über 1000 Jahren haben sie auch schon regen Handel mit weit entfernten Orten getrieben. 

 

 

 

 

 

Gegenüber liegt das alte Munch-Museum. Das neue Museum für Edvard Munch wird gerade neben der Oper neu gebaut. Wir sind kurz dorthin abgebogen, sind aber nicht reingegangen. 

Dann sind wir zu dritt zu unserem heutigen Event gefahren. Ca. 1 Stunde ging es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an andere Ende von Oslo in die Kleingartenkolonie einer Freundin. Dort ist heute wieder "Action" angesagt. Ein Fernsehteam ist jeden Freitag vor Ort, um für eine Art Einrichtungsshow zu drehen. Ein alter Supermarkt wird dort umgebaut um 3 kleine Koloniehäuser daraus entstehen zu lassen. Drei Pärchen nehmen an der Show teil und müssen jedeWoche  einen Bereich gestalten. Diesmal ist die Veranda an der Reihe. Die Koloniebewohner sind eingeladen, diese zu begutachten und das Fernsehteam filmt das dann mit und interviewt die Besucher über deren Eindrücke. Nach einer halben Stunde ist der erste Teil vorbei. Dann gibt es Würstchen, Limo und Torte für alle, während die Moderatorin, die Jury und die 3 Pärchen eintreffen um zu hören, wer diese Woche die beste Leistung abgeliefert hat. 


 

 

Die Jury ist prominent besetzt - zumindest in Norwegen sind sie sehr bekannt. Einer von den dreien ist der Blomster-Finn, also Blumen-Finn. Sehr schwul kommt er daher und als Andreas ein Foto mit ihm haben möchte, bekommt er gleich ein Angebot, die süßen Sachen bei ihm zuhause zu testen. :-)

 

Bei Paaren handelt es sich um ein junges Pärchen, eine Mutter mit ihrer Tochter und ein schwules Pärchen. Der Gewinner bekommt das selbst eingerichtete Koloniehäuschen geschenkt. Diesmal gewinnt das junge Pärchen, die sich tierisch freuen, denn bis jetzt sind sie immer leer ausgegangen. Die beiden andere Paare hatten jeweils schon zweimal gewonnen. 

Damit ist der Spuk vorbei und wir gehen mit Anneliese in ihren Garten um dort mit weiteren Freunden ein wenig zu feiern und Karten zu spielen. Der Blick von hier hinunter in die Bucht von Oslo ist traumhaft. 

 

Mit viel Irish-Coffee (das ist hier sehr beliebt) und dem Kartenspiel UNO wurde es ein sehr lustiger Abend. Zu neunt haben wir natürlich ziemlich lange gespielt. Zumindest deren Sonderregel, dass bei einer +4 nicht der nächste vier Karten ziehen muss, sondern alle, wurde abgemildert. Nun musste jeder nur noch 2 Karten ziehen. Wenn jemand also UNO sagte, weil er nur noch eine Karte hatte, flog von irgendwo eine +4 daher und es ging munter weiter. Als Andreas letztes hier war, wurde auch UNO gespielt, aber er hat keine einzige Runde gewonnen. Fröhlich wurde dann immer "We are the champions and you are the looser" gesungen. Diesmal habe ich gleich die ersten beiden Runden gewonnen und damit die 500-Punkte-Marke geknackt um die Familienehre wieder herzustellen. Die Marke wurde dann einfach auf 1.000 Punkte hochgesteckt, damit es weitergeht. Andreas könnte endlich auch eine Runde gewinnen und der Schmähgesang hörte damit auch auf. Als neues Lied habe ich Tony Marshall hervorgekramt, der fröhlich sein "Anneliese" trällert - das wurde dann den ganzen Abend gesungen, wenn Anneliese dazu einen Anlass gab. 

Insgesamt viermal habe ich gewonnen und damit auch die 1.000er Marke überschritten. Jetzt war es allerdings auch schon sehr spät und wir haben den lustigen Abend ausklingen lassen und sind dann mit dem Nachtbus nach Hause gefahren. 

Donnerstag, 15. September 2016

Gemeinsam unterwegs: Ein Sommer in Oslo

Donnerstag, der 15.09.2016
von Björn 

Andreas war ja schon einige Male in Oslo und hat schon einiges über diese Stadt geschrieben. Für mich war Oslo aber eine komplett neue Stadt. 

Für heute steht also ein ausgedehnter Spaziergang zusammen mit Andreas und unserem Freund Torfinn durch die Stadt an. Wir wohnen hier in Zentrumsnähe und konnten alles zu Fuß erreichen. Nach 15 Minuten waren wir bereits im Zentrum. Oslo ist sehr lebendig und unterschiedlich im Stadtbild. Es gibt altes und neues zu entdecken. Der neue Stadtteil am Hafen heißt "Barcode" - lauter schmale Hochhäuser nebeneinander in jeweils einer anderen Architektur.  Von oben sieht es aus wie ein Strichcode - daher der Name. 

Entlang am Hafen kommt man zum Eisberg. Das ist hier das riesige Opernhaus in Form eines Eisbergs. Hier kann man die Dächer erklimmen und hat eine wunderbare Sicht - nur heute war alles voller Nebel. Das die Leute auf den Dächern herumlaufen geht völlig in Ordnung - es soll die Volksnähe der Oper symbolisieren. 


Viele interessante Bauwerke liegen auf dem Weg - aber auch lauter Kleinigkeiten gibt es zu entdecken. Tolle Innenhöfe, verrückte Schaufensterdekorationen und Menschen sowieso. An einem Streetfood-Platz gab es einen Bioburger mit Süsskartoffelpommes und hinterm Schloss ein Nickerchen im Park. 

Auf dem Rückweg gab es den obligatorischen Besuch im Spieleladen. In Oslo gibt es nur einen - aber der ist recht gut sortiert. 

Zum Abendessen haben wir Flammkuchen selber gemacht. Normalerweise kaufen wir den Fertigteig bei Aldi dafür - aber sowas hab es hier nicht und so hab ich ihn ruckzuck selbst gemacht. War lecker und ausreichend. Kartenspielend wurde der Abend dann beendet. 

Hier eine bunter Mischung unsere Tour in Bildern;

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Mittwoch, 14. September 2016

Gemeinsam unterwegs: Nordish by nature

Mittwoch, der 14.09.2016
von Andreas


Langer Langer Weg nach Norwegen. 

Die Nacht war etwas kurz. Mir gehen immer zu viele Sachen durch den  Kopf. Wir wollen heute zusammen nach Norwegen. Ich war ja dort schon mehrmals zum vortesten. 

Unseren Gastgeber hatte ich gleich aus Berlin mitgebracht wo er zuvor ein paar Tage Party Urlaub hatte. 

Wir hatten mit im für 2 Tage etwas in Hannover unternommen. Zum Beispiel die Illumination in den Herrenhäuser Gärten. Er war sehr begeistert über die Größe und meinte das ist ja so gross wie sein Viertel in Oslo.  

Der Vorteil meines kurzen Schlafes war, dass ich schon beim Bäcker und beim Schlachter war, um uns etwas Wegzehrung zu bereiten. Das Auto war auch gepackt und um 9:09 Uhr ging es los. 

Beim Kilometer 280 und 11 Baustellen später haben wir um 12:25 Uhr den ersten Tankstop eingelegt. Wir wollten noch einmal kräftig volltanken, bevor es ins hochpreisige Skandinavien geht. 

Schon krass die ganzen Baustellen und das man für das bisschen knapp 3 1/2 Stunden benötigt. 

Um 13:08 Uhr bei km 325.9 hieß es "Good bye  Germany - welcome Dansk". 

An der Grenze wurden alle Autos kurz abgescheckt. Wir wurden gleich durchgewunken. 

Um 13:50 Uhr, nachdem wir 414,6 km immer nur nach Norden gefahren sind, ging es jetzt gen Osten. Immer mit dem guten NDR im Radio. 
Halb Dänemark haben wir damit bereist. 

Beim km 510 wurde es etwas spannend. Die Landschaft in Dänemark ist ja eher flach wie Flunder. Wir fuhren über die Storebælt Brücke . Diese wurde am 14. Juni 1998 eröffnet und ist 18 km lang. 
 
Eine Überfahrt im Pkw kostet 240 Dänische Kronen (32 Euro). 

Jetzt drückte die Blase. Um 15:03 hieß es Wasser lassen. Die Toilette war nicht gerade der Bringer - völlig eingesaut. Dafür lag der Rastplatz idyllisch an einem See. 

Jeahh Halbzeit! In Kopenhagen hatten wir tatsächlich die Hälfte der Strecke hinter uns nach ca 7. Stunden Fahrzeit. 

Die Grenze zwischen Dänemark und Schweden bildet eine Brücke. 
Die berühmte Øresundsbron. 
Die ist 7845 Meter lang und wurde am 1. Juli 2000 eröffnet. Die Brücke hat 1 Milliarde Euro gekostet. Das investierte Geld holt man sich auch hier gleich wieder ab. Für nen normalen Pkw zählt man
Mal eben 42 Euro. 

Um 16:07 beim Kilometer 656,7 sind wir in der Brückenmitte in Schweden. Am Brückenende hatten wir brav die Maut abgedrückt um gleich danach die Grenzstation zu passieren. Hier wurden nur schnell die Ausweise kontrolliert. Takk und weiter.  

Somit waren wir gerade mal 3 Stunden unterwegs um ganz Dänemark zu durchfahren mit nur einer Baustelle. Mit Benzin konnten sie kein Geld an uns verdienen dafür haben sie ja bei den Brücken gut zugelangt. 

Wir mussten menschlichen und maschinellen Bedürfnissen nachkommen. 
Also tanken, pinkeln, Essen fassen. 
Wir betraten  um 17:36 beim Kilometer 795 erstmals schwedischen Boden. 

Um 19:26 durchquerten wir Göteborg. Direkt an der Autobahn lag ein Freizeitpark mit allerlei Fahrgeschäften. Es ist der größte Vergnügungspark Nordeuropas und wurde schon 1923 eröffnet. 

Irgendwo in der schwedischen Pampa hatten wir um 19:55 Uhr Kilometer 1000 erreicht. 

Kurz vor erreichen der Grenze hatten wir noch einmal bis zum Überlaufen vollgetankt. Sprit aller Art für das Auto und zum trinken sollen ja exorbitant teuer sein. 

Nach knapp 5:15 Stunden hatten wir Schweden hinter uns. Es gab 2 Baustellen und eine etwas größere Umleitung wo wir die Autobahn verlassen mussten. 

Um 21:25 Uhr beim Kilometer 1137.9 war es dann so weit - wir berührten norwegischen Boden. 

Hier gleicht die Grenze einer Festung. 
Hier wird man  im Zickzack durch eine Straße zur Grenzstation geleitet. Wir wurden auch gleich herausgewunken wie die meisten anderen auch. 
Wir waren froh einen Einheimischen bei uns zu haben. Der Beamte stellte ganz schön viele Fragen "woher?", "wohin und wie lange?", Wie viele Zigaretten und welche Getränke wir einführen.  Wir mussten auch noch das halbe Auto ausräumen. Im Gebäck machte er Stichproben. 

Alles war gut. Am Schluss hatten wir uns noch über Hannover 96, Eishockey und die Reeperbahn unterhalten. Das hat den Druck rausgenommen. Hier ist man sich sehr streng. 

Jetzt hieß es Endspurt für die letzten Kilometer. 

Hier sind wir ganz entspannt gefahren und strickt nach Geschwindigkeitsvorgabe. Wenn man etwas schneller fährt soll das wohl sehr teuer sein. Dafür Geld abzudrücken hatten wir keine Lust. 

Kurz vom Stadtzentrum in Oslo würde es noch einmal spannend. Wir fuhren in einen Tunnel, der hat allerlei Abzweigungen und Ein- und Ausfahrten. Ein echtes Labyrinth was sie hier in der Erde versenkt haben. Das Navi versagte hier natürlich. Als wir dann rausgefahren waren, reichte die Zeit zwischen der Entscheidung welche Ausfahrt am Kreisel die richtige ist und der "ich bin wieder da" des Navis nicht aus. 

Nach einigen diversen Verfahrungen hatten wir um 23:23 mit 1265 Kilometern unser Finales Ziel erreicht. 

Norwegen war mit 2 Stunden unsere kürzeste Reise. 

Wir waren 14 Stunden 14 Minuten unterwegs in 4 Ländern mit 4 Pausen 3 mal getankt und einmal nur WC Pause eingelegt. 

Wow Ein Abenteuer voller Adrenalin. 
Ich habe als Einziger einen Führerschein.