Freitag, 10. September 2010

Auf in den Tag - mit Frühstück!

So, wir haben in unserem Reiseführer einen Geheimtipp für ein wunderbares Frühstückscafe gefunden - das gleiche hat uns Noel, unser Host, auch empfohlen. Praktischerweise liegt das Café quasi um die Ecke. Nen geiler Laden - beim nächsten Besuch dort gibt's auch nen Foto.
Die Innenstadt ist jetzt dran - da wir ja praktisch veranlagt sind, lassen wir uns auf dem Boot durch die Innenstadt gondeln.

1 1/2 Stunden wurden wir von einer sehr alten Lady durch die Kanäle geführt - sie hat viel über die Architektur der Gebäude erzählt - kein Wunder, denn die Reise wird auch von der Architekten-Vereinigung durchgeführt. Es war schön sonnig und seeehr beeindruckend!








Danach sind wir durch die Innenstadt getingelt und haben uns einfach mal treiben lassen.
Wer übrigens zuviel Geld hat, der kann ja einfach mal im Zentrum von Chicago parken:







Unser Spaziergang führte uns dann auf den Navy-Pier - eine Amüsiermeile nach englischem Vorbild. Viel los war nicht, aber wir mussten einen Burger im Future-McDonalds essen - immerhin hat das Teufelszeug in Chicago das Licht der Welt erblickt.

Am Pierausgang wartete ein ganz besonderer Nervenkitzel - ein Ballon, der an einem Seil in die Höhe gelassen wird. Hier galt es nicht nur die vorhandene Höhenangst zu überwinden, sondern auch das Vertrauen in die Technik zu haben. Das war schon ein Abenteuer - es war sehr windig und der Ballon ging ganz schön hin und her - immerhin 360 ft hoch. Aber man gewöhnte sich an die Höhe und dann konnten wir auch den wundervollen Ausblick auf die Chicago-Skyline und den riesigen Michigansee genießen.







Nach einer Ruhepause zuhause haben wir die Szenekneipen unsicher gemacht. Auf dem weg wollte ich einen Kaffee haben, um wieder richtig wach zu werden. Naja, da war ein Drive-In-McDonalds. Der Gästebereich war schon geschlossen, aber für Autos war 24h offen. Nun waren wir leider keine Autos - also wurden wir am Fenster doof angeglotzt, aber nicht bedient. Die spinnen die Amis. :-)


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Donnerstag, 9. September 2010

"Ahhh..... A & B!"

Heute verlassen wir New York und fliegen nach Chicago. Nach 1 Stunde 45 Minuten waren wir am Flughafen "LaGuardia" - der liegt im Norden Queens - also noch im gleichen Stadtteil - aber die Strecken sind einfach unglaublich weit hier.

Einchecken war easy - die Dame am Check-In-Schalter sagte "Ahhh.... A & B!". Wir mussten erstmal überlegen - sie meinte unsere Vornamen. Ob es hier auch die A- und B-Hörnchen gibt? :-)

Im Flugzeug war alles ein bisschen merkwürdig. Zuerst wurden 2 Passagiere aufgerufen und gebeten mit Gepäck nach vorne zu kommen. Die sind dann nach einem kurzen Gespräch einfach ausgestiegen. Dann hatte die Maschine einen defekt. Daraufhin sind nochmal 10 weitere Passagiere ausgestiegen. Der Defekt wurde repariert und der Flug ging 90 min verspätet los. Danach war alles in Ordnung.
Der Flughafen O'Hare in Chicago hatte nen ganz abgedrehten Gang zum Gepäck.





Eine Wochenkarte für den Nahverkehr schlug mit sehr günstigen 23 $ zu Buche.
Unser Couchsurfing-Host hat eine Nachricht geschrieben, dass er erst um 6 zuhause ist. Wir warten also im Park gegenüber die fehlenden 3 Stunden und genießen die Ruhe mit lesen und spielen. Die Gegend hier sieht auf jeden Fall sehr ordentlich aus - mit kleinen Häuschen und Gärten - ein bisschen wie in New Orleans.

Unser Gastgeber kam dann auch wie angekündigt und wir haben wieder einmal ein tolles Zimmer - total niedlich. Wir sind dann gemeinsam nach Boystown gefahren - dem großen Schwulenviertel in Chicago. Wir haben sehr lecker gegessen und waren noch ein paar Bier trinken, aber es war sehr wenig los. Mittwoch Abend nach einem verlängerten Wochenende halt.
Auf der Heimfahrt wird überall Musik gemacht und gesungen - es herrscht eine sehr schöne Atmosphäre in dieser Stadt!

Mittwoch, 8. September 2010

Von ganz unten nach ganz oben

Diese Überschrift ist nicht nur geographisch gemeint.

Heute sind wir an einem der südlichsten Punkte gefahren - dieser liegt nicht in Manhattan, sondern in Queens am Rockaway Beach. Nach einer elendig langen Fahrt, schien das Ziel vielversprechend zu werden. Wir fuhren draußen durch eine Bucht über das Wasser mit Inseln aus Schilf und Wiesen, wo alte Holzhäuser auf Stelzen im Wasser standen. Am Ende der Bucht lag dann Rockaway Beach - ein eigentlich schöner Sandstrand, wo allerdings Baden verboten war und sich ein abgrundtief hässliches Hochhaus an das Andere reihte. Es gab keine Cafés oder Buden - es war alles öd und leer. Dieser Ort verspricht keine Erholung mehr, sondern zerrt an den Reserven.
Nach der dieser Langeweile, haben wir den Drang verspürt mal richtig fett in die Großstadt zu stürzen.
Wir haben die Ubahn am Rockefeller-Center verlassen - dieses ist bekannt, dass dort zu Weihnachten der größte Weihnachtsbaum steht und die Menschen davor Schlittschuh laufen. Für das Rockefeller-Center mussten 228 Gebäude abgerissen werden um die ehrgeizigen Pläne des Ölmilliadärs John D. Rockefellers zu verwirklichen.
Danach ging es zum Apple-Tempel an der Fifth-Avenue, der teuersten Einkaufsstraße Amerikas. Im Apple Glaskasten direkt am Central Park haben wir uns auf den neuesten Stand der Technik bringen lassen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause im Central Park an einem hübschen Teich, wollten wir auch mal den Times Square bei Tageslicht sehen. Die Hochhäuser sind schon ganz schön, aber die wahre Pracht wird doch erst bei Nacht entfaltet.
Bei M&M's haben wir für 12$ alle Farben in unsere Tüte gesammelt. Alle Farben? Es gibt doch nur 5! Weit gefehlt - etwa 20 verschiedene Farben gibt es -
aber schmecken tun sie alle gleich. Die Angestellten wollten noch Fotos mit Andreas haben.




Anschliessend mussten wir uns durch die Massen der Pennstation quälen, die gerade zur Rush Hour das genaue Gegenteil einer Wellness-Oase darstellt. Viele Eisenbahngesellschaften wie auf einem Flughafen drängen sich auf dem geringeren Platz eines Bahnhofs. Mich würde es nicht wundern, wenn dort Leute für Jahre verschollen gehen! Wir brauchten unsere schon gebuchten Tickets für Philadelphia & Washington. Dazu brauchten wir von gefühlten 10.000 Automaten nur den einen finden, der uns unsere Tickets ausspuckt. Aber das haben wir natürlich geschafft, nur um uns mit einem Bier in der Happy Hour zu belohnen. Mit einer Pizza am Times Square soll der Tag in der Stadt sein Ende finden, wenn wir nicht 2x an unserer Station vorbeigefahren wären.

So, morgen fliegen wir nach Chicago - für uns absolutes Neuland.

Und übrigens: Über die Benutzung der Kommentarfunktion würden wir uns sehr freuen. Später wollen wir gerne mal in unseren Tagebuch schmökern...

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Montag, 6. September 2010

Verborgen, verlaufen & verwundert

Tja, heute ging es in den Norden von Manhattan. Manhattan ist ja eine Insel und an der nördlichen Spitze gibt es Berge mit viel Wald und verborgenen Wegen, auf dem kaum eine Menschenseele anzutreffen ist. Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten, haben wir wohl den richtigen Eingang in dieses schöne Stück Natur inmitten der Riesenstadt gefunden.




Unser Ziel war das Kloster - dies wurde aus Europa hierher verfrachtet und wieder aufgebaut - Amis halt :-)
Es gab keine Schilder - warum auch - vom Norden her bequemt sich kein New Yorker und kein Tourist zum Kloster, wenn es doch vom Süden her eine bequeme und klimatisierte Buslinie gibt. Wie auch immer - wir sind immer der Nase und dem
Gefühl nachgegangen und haben uns ab und zu per GPS orientiert.
Andreas hat einen kleinen, verborgenen Ministrand gefunden mit einer wunderbaren Aussicht!!!
Nachdem wir uns eine zeitlang verlaufen hatten, hatte sich irgendwann der Knoten gelöst und wir fanden den Weg, weil wir dazu noch auf einen anderen Berg mussten, den wir vorher nicht gesehen hatten.
Ja, das Kloster liegt ganz schön und man kann es sich mal anschauen - aber schöner war eigentlich die Wanderung durch die schöne Natur.
Zurück wollte sich der Ubahn-Eingang nicht blicken lassen, aber quasi in einem Hauseingang, fanden wir den Weg zurück in die Zivilisation.
Mit Pier und Bier läuteten wir wieder wie gestern schon den Abend ein.
Abends haben wir unseren Freund Bejay besucht, der an 2 Tagen im HardRockCafe am Times Square arbeitet. Boah, ist das alles tierisch bunt in der Nacht - wie kleine Kinder starrten wir verwundert auf die vielen Schilder und Musical-Reklamen, da wir uns ja auch direkt am
Broadway befanden. Diese Bilder kennt man zwar schon aus dem Fernsehen, aber in echt wird man quasi von all den Lichtern erschlagen.




Danach war der Abend für uns zu Ende und wir schlummerten ab 0 Uhr selig in unserem Luftbett um
uns auf den nächsten Tag vorzubereiten.



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Breakfast, Bronx & Bier

Das erste Highlight des Tages war keines! Unser Lieblingsfrühstückslokal hatte Sonntag zu und nebenan war ein Fischladen. Um es kurz zu machen - wir sind wohl gerade so an einer Fischvergiftung vorbeigeschrabbt! Uns war den ganzen Tag übel.

Danach ging es in den botanischen Garten in der Bronx. Unser Aufenthaltsort Queens ist mit der Bronx benachbart, aber man braucht trotzdem noch 1 1/2 Stunden um dort hinzukommen.
Der Park war weniger als durchschnittlich. Es gab eine Kochshow für Senioren. Das wirklich einzige Highlight dort, wäre auch ohne den happigen Eintritt von 15 $ pro Person möglich gewesen - der KinderGARTEN. Ein Garten mit ganz viel Gemüse und Früchten, damit die Kinder lernen, dass es nicht nur Hamburger gibt.
Es gab auch eine Küche wo Speisen mit Zutaten aus dem Garten kostenlos angeboten wurden. Die Probierportionen waren sehr lecker, aber Hunger hatten wir ja keinen - uns war immer noch von dem fiesen Fisch schlecht.
Auf der Rückfahrt mit dem Bus ist noch eine für uns ungewöhnliche Sache passiert. Im Bus fragte uns ein etwa 11 Jahre altes Mädchen nach der Uhrzeit. Andreas zeigte Uhr seine analoge Uhr, worauf hin sie sagte: "Ich kann das nicht lesen".
Als wir dann die Uhrzeit sagten, war sie glücklich. Für uns kaum vorstellbar - aber immer wieder traurige Realität.

Danach fuhren wir in die Christopher Street - der Geburtsstätte des schwulen Widerstands gegen Unterdrückung durch den Staat. Heute ist von dem politischem Kampf nichts mehr zu spüren - viele Schwule wollen einfach nur chic aufgebrezelt durch die Straßen laufen und gesehen werden. Am Ende der Straße ist ein Pier mit Grünfläche. Dort haben wir wunderbar relaxt. Am Ende des Piers war ein kleiner Pavillion. Dort kam 20er-Jahre Musik aus selbst mitgebrachten Lautsprechern und etwa 10 Paare tanzten dazu.
An der Ecke gab es dann noch ein paar Bier und kostenloses Barbeque. Komisch - am dem Tag, wo uns ja immer noch schlecht war, wollten uns alle füttern. Einen Hotdog haben wir dann noch mitgenommen.
Auf drm Weh zur Ubahn sind wir schon im dunkeln am Hudson-River langgelaufen und haben die wunderschöne Skyline bei Naxht bewundert. Dort kamen wir auch an den neuen Highline Park - eine ehemalige Eisenbahnstrecke auf Stelzen, die zu einem
Kleinen Park umfunktioniert wurde. Die Stimmung dort war einmalig. Man läuft mitten in Manhatten 15 m über den Strassen durch einen Grünsteifen zwischen den Häusern hindurch. Das ist einmalig!






Ausgehen war heute nicht - dafür hatten wir noch zuviel Schlaf nachzuholen.


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Sonntag, 5. September 2010

19 Stunden unterwegs

So, heute geht es los! 3 Wochen Amerika erwarten uns. Vor dem Urlaubsspass steht aber erstmal die Reise.
9.50 mit der S-Bahn zum
Flughafen
Dort wurden wir sehr nett abgefertigt - Frage: "Gemeinsamer Nachname - verpartnert?" fragte sie. "Ja"
"Ich auch!" Großes Lächeln!
11.50 Uhr Flug nach London
5 Stunden Aufenthalt!
17.15 Uhr geplanter Abflug nach New York.
17.45 Uhr Wir sitzen in der Maschine, sind aber noch am Boden - dann kommt die Chefstewardess auf uns zu und fragt ob wir die Herren Kalies sind. Wir sollten uns keine Sorgen machen, aber sie bräuchte noch die Adresse unserer ersten Nacht in New York und unsere Ausweise.
18.10 Uhr Wir stehen immer noch. Sie kommt wieder und sagt, es dauert noch ein wenig, bis wir unsere Ausweise zurück bekommen. Uns fällt ein, dass unserer Freund Bejay eigentlich Darrian heißt. Sie ist ganz aufgeregt, wollte den Namen auf die Hand schreiben, fand aber noch einen Zettel. Sie lief zum Captain. 5 Minuten später hatten wir unsere Ausweise und wir flogen los. Skurril!
Da fragt man sich, wie die im Flugzeug schon wissen, dass wir bei Visumsantragstellung noch keine Adresse angegeben hatten?

Der Flug selber war recht entspannt. Es gab ein Entertainmentsystem, wo man sich aus 60 aktuellen Filmen was aussuchen konnte. Darunter ca. 15 Filme auf deutsch. Ich habe Shrek 4 und How to teach a dragon gesehen. Beides ganz nett. Andreas hat meistens gelesen und sich noch eine Comödie mit Mark Walberg angeschaut.
21 Uhr Ortszeit (3 Uhr deutsche Zeit) Die Einreise war mühelos und mit dem Bus kamen wir auch schnell und bequem um 22 Uhr bei Bejay an. Dieser hat Andreas noch entführt in das New Yorker Nachtleben. Ich war müde und froh um 0 Uhr endlich ins Bett zu kommen - immerhin schon 6 Uhr morgens deutscher Zeit.
Andreas war in diversen Kneipen - unter anderem in einer Punk-Kneipe. Diese war aber weit davon entfernt eine Punkkneipe zu sein - alles sehr brav und aufgeräumt hier. Die Menschen sind in New York lange nicht so verrückt wie man denken würde. Berlin und viele andere europäische Städte haben da mehr Originale zu bieten. Andreas muss Bejay mal nach Berlin entführen. :-)
Um 7 Uhr war Andreas dann auch zu Hause und konnte dann noch ganze 3 Stunden schlafen, bevor der neue Tag begann.


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Freitag, 3. September 2010

Gestern Frankreich, heute Italien, morgen New York

Eine Kurzmeldung, bevor wir ab morgen wieder den Urlaubsblog starten!

Gestern Frankreich: Da hatten wir Besuch und haben uns einen französischen Abend gemacht mit Baguette, Salami, Käse und leckerer Meersalzbutter. Dazu gab es "La vie en rose" - das Leben von Edith Piaf auf DVD.

Heute Italien: Eigentlich eher Hildesheim - da startet eine neue Ausstellung in der Galerie meiner Mutter "Rooms 25". Diesmal lässt sie ausstellen und ein Künstler bekommt heute noch Unterstützung von einem bekannten italienischen Soundkünstler - fragt mich jetzt nicht nach dem Namen - ich werde ihn vielleicht noch nachliefern.

Morgen New York: Ja, das stimmt. Morgen fliegen wir für 3 Wochen in die USA. Wir besuchen wieder unseren Freund Bejay in New York, fliegen aber auch für 5 Tage nach Chicago, wo wir einen netten Couchsurfingplatz bekommen haben. Danach gehts zurück und es gibt eine kleine Rundreise über Philadelphia, Baltimore nach Washington. Wie gewohnt werden wir wieder ausführlich berichten...