Dienstag, 14. September 2010

Nix spannendes - nur reisen...

Sonntag ganz normal von Chicago nach New York geflogen.
Montag Wäsche gewaschen und nachmittags mit dem Zug nach Philadelphia. Allerdings war es schon wieder eine echte Herausforderung an der PennStation Tickets nach Philadelphia zu bekommen. An diesem Bahnhof fahren alleine 6! Metrolinien - dort verkehren mehrere Eisenbahngesellschaften , wie die Long-Island-Railroad, die NewJersey-Railroad und die Fernzüge der Hauptgesellschaft Amtrak. Als wir aus der Metro ausstiegen, war gerade dickste Rushhour - der Bahnhof war an der Kapazitätsgrenze kurz vor dem Kollaps. Wir brauchten alleine knapp eine Stunde um die Fahrscheine zu bekommen - man muss in dieser Riesenanlage erst die richtige Eisenbahngesellschaft finden, und dann gab es dort nur insgesamt 6 Automaten - alle Schalter waren geschlossen. Dementsprechend gab es eine sehr lange Schlange.

Der Zug ist rammelvoll - wir haben glücklicherweise noch zwei Sitzplätze ergattert.




(Dieses Foto zeigt schon die Anschlussbahn von Trenton nach Philadelphia - gähnend leer!)


Also zwei Tage mehr oder weniger <<>> :-(

Montag, 13. September 2010

Chicago möchte, dass wir hier bleiben (mit Gewinnspiel!)

Frühstück im Cozys Corner - das heißt vollgestopft mit leckeren Sachen fahren wir ins "Museum of Science and Industry"-Museum. Dieses Riesenmuseum befindet sich in einem Gebäude, dass anlässlich der ersten Weltausstellung in Chicago 1893 eröffnet wurde. 1933 wurde dann das Museum
gegründet und diente als erstes seiner Art als Vorbild für die vielen Technikmuseen weltweit.
1936 hatte Chicago eine weitere Weltausstellung.
Glücklicherweise war heute für alle der Eintritt frei - also mal schnell 30$ gespart, die wir an anderer Stelle schnell wieder ausgegeben haben.
Das Museum war groß, bunt mit vielen Krimskrams zum ausprobieren, so dass wir fertig und erledigt nach 4 1/2 Stunden den Weg zum Ausgang gefunden haben.

Dann ging es in einen Park - ein sehr schlichter Park am See, der für eine Attraktion sehr bekannt ist. Und hier kommt ihr ins Spiel! Wir möchten von euch wissen, woher man diesen Brunnen kennt - ich bin sicher, jeder hat ihn schonmal gesehen!









(Die Antwort bitte an bj.kalies@gmx.de schicken - wir bieten einen amerikanischen Abend für die Gewinner! - Antwort bis Ende September 2010 und die ersten 10 gewinnen!)

Unweit von diesem
Brunnen entfernt, liegt der 2004 eröffnete Millenium Park.
Neben Konzerten auf einer riesigen Bühne gibt es hier den Crown Fountain - der aus zwei 15m hohen Videotürmen besteht, der Fotos von Chicagoern zeigt, aus deren Mündern das Wasser in den Brunnen schiesst!










Das beliebteste Fotomotiv hier im Park ist aber die Bohne:










In der einsetzenden Dämmerung konnten wir Chicago noch ein paar bezaubernde Ansichten entlocken:





























Nach einem kleinen Snack an der Ecke des letzten Bildes ging es nach Hause um sich kurz auszuruhen für den (letzten) Abend Chicago.

Von den Abenden berichten wir ja meist recht wenig, aber zwei Begebenheiten wollen noch erwähnt werden:

In einer sehr netten Bar, wurde heute getanzt - so richtig. Es ging los mit Square Dance - dass sah richtig Klasse aus - alle tanzten mit und alles war sehr synchron. Es folgten noch viele weitere Tänze - alle zu Folk- oder Westernmusik. Sehr spannend!

Auf dem Weg zur Bahn, wurde wir im Vorbeigehen angesprochen, ob wir nicht die Couchsurfer sind. Wir dachten erst an die Dachparty von gestern, aber es stellte sich heraus, dass wir ihn auch gefragt hatten und er musste ablehnen. Aber er hat uns gleich erkannt :-)
Über den Rest des Abends hüllen wir lächelnd den Mantel des Schweigens! Um 7 Uhr morgens waren wir dann zuhause.



—-- Mobil übermittelt --—



Sonntag, 12. September 2010

Auf in den Tag - mit ganz anderem Früstück

Da wir gestern erst um 4.30 Uhr morgens zuhause waren, haben wir recht wenig Schlaf abbekommen.

Also haben wir versucht länger zu schlafen - aber ein offenes Fenster, ein Glockenwindspiel davor und reichlich Wind machten diese Pläne jäh zunichte. Also nur 4 Stunden Schlaf - auch gut.

Auf zum Frühstücken - und nachdem wir gestern sehr edel frühstücken waren, gingen wir heute ins CozyCorner - ein Diner und Pancake-House am Platze.
Und wir hatten die geilsten Plätze dort - an der Bar! Der Laden war brechend voll und ein halbes Dutzend Leute hinter der Bar war damit beschäftigt, Massen von Rühr- und Spiegelei, HashBrown (eine Art Röstie), Ham, Bacon und Sausages auf einer Riesenplatte zuzubereiten. Das Essen war sehr sehr lecker und ein echtes Abenteuer. Kaffee wurde immer nachgeschenkt und Eiswasser gab es gratis.


YouTube Video



Im Gegensatz zu New York, kamen hier nur die Fritten aus der Friteuse - und die hat kaum jemand haben wollen. :-)

Danach ging es in die Innenstadt - ein Spaziergang im Inneren der "Loop" steht an. Doch zuvor sind wir hoch auf den Sears-Tower - dem von 1973 bis 1995 höchsten Gebäude der Welt! Im 103. Stock hatte man eine super Aussicht über Chicago und das Highlight waren 4 begehbare Plexiglaskammern, die aus dem Gebäude herausragten. Man stand also im 103. Stock außerhalb des Hochhauses. Das ist nicht jedermanns Sache :-)







Danach also der Spaziergang durch die Innenstadt. Hier ein paar Impressionen:






































Abends waren wir von unserem Host Noel zu einer Dachparty eingeladen worden. Wie wir auf der Fahrt erfahren haben, war es die Geburtstagsparty für ihn!

Nach ein paar alkoholischen Getränken klappte die Kommunikation mit den anderen Gästen wunderbar. Alle haben immer irgendwas von "Germany" zu berichten: "oh - ich hatte German in school" - "oh, my best friend is from stuttgart!" - "Germany is soooo wonderful - i was To munich" ....usw :-)
War sehr nett gewesen und auf dem Dach hatte man einen tollen Ausblick auf die Skyline!

(Leider ist das Bild nicht so toll geworden, aber man kann erahnen, wie wie schön es war)







Um 23 Uhr ging es dann nach Hause ins Bett - jedoch nicht ohne vorher noch einem
vermeintlich harmlosen Windspiel das Handwerk zu legen.



—-- Mobil übermittelt --—


Freitag, 10. September 2010

Auf in den Tag - mit Frühstück!

So, wir haben in unserem Reiseführer einen Geheimtipp für ein wunderbares Frühstückscafe gefunden - das gleiche hat uns Noel, unser Host, auch empfohlen. Praktischerweise liegt das Café quasi um die Ecke. Nen geiler Laden - beim nächsten Besuch dort gibt's auch nen Foto.
Die Innenstadt ist jetzt dran - da wir ja praktisch veranlagt sind, lassen wir uns auf dem Boot durch die Innenstadt gondeln.

1 1/2 Stunden wurden wir von einer sehr alten Lady durch die Kanäle geführt - sie hat viel über die Architektur der Gebäude erzählt - kein Wunder, denn die Reise wird auch von der Architekten-Vereinigung durchgeführt. Es war schön sonnig und seeehr beeindruckend!








Danach sind wir durch die Innenstadt getingelt und haben uns einfach mal treiben lassen.
Wer übrigens zuviel Geld hat, der kann ja einfach mal im Zentrum von Chicago parken:







Unser Spaziergang führte uns dann auf den Navy-Pier - eine Amüsiermeile nach englischem Vorbild. Viel los war nicht, aber wir mussten einen Burger im Future-McDonalds essen - immerhin hat das Teufelszeug in Chicago das Licht der Welt erblickt.

Am Pierausgang wartete ein ganz besonderer Nervenkitzel - ein Ballon, der an einem Seil in die Höhe gelassen wird. Hier galt es nicht nur die vorhandene Höhenangst zu überwinden, sondern auch das Vertrauen in die Technik zu haben. Das war schon ein Abenteuer - es war sehr windig und der Ballon ging ganz schön hin und her - immerhin 360 ft hoch. Aber man gewöhnte sich an die Höhe und dann konnten wir auch den wundervollen Ausblick auf die Chicago-Skyline und den riesigen Michigansee genießen.







Nach einer Ruhepause zuhause haben wir die Szenekneipen unsicher gemacht. Auf dem weg wollte ich einen Kaffee haben, um wieder richtig wach zu werden. Naja, da war ein Drive-In-McDonalds. Der Gästebereich war schon geschlossen, aber für Autos war 24h offen. Nun waren wir leider keine Autos - also wurden wir am Fenster doof angeglotzt, aber nicht bedient. Die spinnen die Amis. :-)


—-- Mobil übermittelt --—

Donnerstag, 9. September 2010

"Ahhh..... A & B!"

Heute verlassen wir New York und fliegen nach Chicago. Nach 1 Stunde 45 Minuten waren wir am Flughafen "LaGuardia" - der liegt im Norden Queens - also noch im gleichen Stadtteil - aber die Strecken sind einfach unglaublich weit hier.

Einchecken war easy - die Dame am Check-In-Schalter sagte "Ahhh.... A & B!". Wir mussten erstmal überlegen - sie meinte unsere Vornamen. Ob es hier auch die A- und B-Hörnchen gibt? :-)

Im Flugzeug war alles ein bisschen merkwürdig. Zuerst wurden 2 Passagiere aufgerufen und gebeten mit Gepäck nach vorne zu kommen. Die sind dann nach einem kurzen Gespräch einfach ausgestiegen. Dann hatte die Maschine einen defekt. Daraufhin sind nochmal 10 weitere Passagiere ausgestiegen. Der Defekt wurde repariert und der Flug ging 90 min verspätet los. Danach war alles in Ordnung.
Der Flughafen O'Hare in Chicago hatte nen ganz abgedrehten Gang zum Gepäck.





Eine Wochenkarte für den Nahverkehr schlug mit sehr günstigen 23 $ zu Buche.
Unser Couchsurfing-Host hat eine Nachricht geschrieben, dass er erst um 6 zuhause ist. Wir warten also im Park gegenüber die fehlenden 3 Stunden und genießen die Ruhe mit lesen und spielen. Die Gegend hier sieht auf jeden Fall sehr ordentlich aus - mit kleinen Häuschen und Gärten - ein bisschen wie in New Orleans.

Unser Gastgeber kam dann auch wie angekündigt und wir haben wieder einmal ein tolles Zimmer - total niedlich. Wir sind dann gemeinsam nach Boystown gefahren - dem großen Schwulenviertel in Chicago. Wir haben sehr lecker gegessen und waren noch ein paar Bier trinken, aber es war sehr wenig los. Mittwoch Abend nach einem verlängerten Wochenende halt.
Auf der Heimfahrt wird überall Musik gemacht und gesungen - es herrscht eine sehr schöne Atmosphäre in dieser Stadt!

Mittwoch, 8. September 2010

Von ganz unten nach ganz oben

Diese Überschrift ist nicht nur geographisch gemeint.

Heute sind wir an einem der südlichsten Punkte gefahren - dieser liegt nicht in Manhattan, sondern in Queens am Rockaway Beach. Nach einer elendig langen Fahrt, schien das Ziel vielversprechend zu werden. Wir fuhren draußen durch eine Bucht über das Wasser mit Inseln aus Schilf und Wiesen, wo alte Holzhäuser auf Stelzen im Wasser standen. Am Ende der Bucht lag dann Rockaway Beach - ein eigentlich schöner Sandstrand, wo allerdings Baden verboten war und sich ein abgrundtief hässliches Hochhaus an das Andere reihte. Es gab keine Cafés oder Buden - es war alles öd und leer. Dieser Ort verspricht keine Erholung mehr, sondern zerrt an den Reserven.
Nach der dieser Langeweile, haben wir den Drang verspürt mal richtig fett in die Großstadt zu stürzen.
Wir haben die Ubahn am Rockefeller-Center verlassen - dieses ist bekannt, dass dort zu Weihnachten der größte Weihnachtsbaum steht und die Menschen davor Schlittschuh laufen. Für das Rockefeller-Center mussten 228 Gebäude abgerissen werden um die ehrgeizigen Pläne des Ölmilliadärs John D. Rockefellers zu verwirklichen.
Danach ging es zum Apple-Tempel an der Fifth-Avenue, der teuersten Einkaufsstraße Amerikas. Im Apple Glaskasten direkt am Central Park haben wir uns auf den neuesten Stand der Technik bringen lassen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause im Central Park an einem hübschen Teich, wollten wir auch mal den Times Square bei Tageslicht sehen. Die Hochhäuser sind schon ganz schön, aber die wahre Pracht wird doch erst bei Nacht entfaltet.
Bei M&M's haben wir für 12$ alle Farben in unsere Tüte gesammelt. Alle Farben? Es gibt doch nur 5! Weit gefehlt - etwa 20 verschiedene Farben gibt es -
aber schmecken tun sie alle gleich. Die Angestellten wollten noch Fotos mit Andreas haben.




Anschliessend mussten wir uns durch die Massen der Pennstation quälen, die gerade zur Rush Hour das genaue Gegenteil einer Wellness-Oase darstellt. Viele Eisenbahngesellschaften wie auf einem Flughafen drängen sich auf dem geringeren Platz eines Bahnhofs. Mich würde es nicht wundern, wenn dort Leute für Jahre verschollen gehen! Wir brauchten unsere schon gebuchten Tickets für Philadelphia & Washington. Dazu brauchten wir von gefühlten 10.000 Automaten nur den einen finden, der uns unsere Tickets ausspuckt. Aber das haben wir natürlich geschafft, nur um uns mit einem Bier in der Happy Hour zu belohnen. Mit einer Pizza am Times Square soll der Tag in der Stadt sein Ende finden, wenn wir nicht 2x an unserer Station vorbeigefahren wären.

So, morgen fliegen wir nach Chicago - für uns absolutes Neuland.

Und übrigens: Über die Benutzung der Kommentarfunktion würden wir uns sehr freuen. Später wollen wir gerne mal in unseren Tagebuch schmökern...

—-- Mobil übermittelt --—

Montag, 6. September 2010

Verborgen, verlaufen & verwundert

Tja, heute ging es in den Norden von Manhattan. Manhattan ist ja eine Insel und an der nördlichen Spitze gibt es Berge mit viel Wald und verborgenen Wegen, auf dem kaum eine Menschenseele anzutreffen ist. Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten, haben wir wohl den richtigen Eingang in dieses schöne Stück Natur inmitten der Riesenstadt gefunden.




Unser Ziel war das Kloster - dies wurde aus Europa hierher verfrachtet und wieder aufgebaut - Amis halt :-)
Es gab keine Schilder - warum auch - vom Norden her bequemt sich kein New Yorker und kein Tourist zum Kloster, wenn es doch vom Süden her eine bequeme und klimatisierte Buslinie gibt. Wie auch immer - wir sind immer der Nase und dem
Gefühl nachgegangen und haben uns ab und zu per GPS orientiert.
Andreas hat einen kleinen, verborgenen Ministrand gefunden mit einer wunderbaren Aussicht!!!
Nachdem wir uns eine zeitlang verlaufen hatten, hatte sich irgendwann der Knoten gelöst und wir fanden den Weg, weil wir dazu noch auf einen anderen Berg mussten, den wir vorher nicht gesehen hatten.
Ja, das Kloster liegt ganz schön und man kann es sich mal anschauen - aber schöner war eigentlich die Wanderung durch die schöne Natur.
Zurück wollte sich der Ubahn-Eingang nicht blicken lassen, aber quasi in einem Hauseingang, fanden wir den Weg zurück in die Zivilisation.
Mit Pier und Bier läuteten wir wieder wie gestern schon den Abend ein.
Abends haben wir unseren Freund Bejay besucht, der an 2 Tagen im HardRockCafe am Times Square arbeitet. Boah, ist das alles tierisch bunt in der Nacht - wie kleine Kinder starrten wir verwundert auf die vielen Schilder und Musical-Reklamen, da wir uns ja auch direkt am
Broadway befanden. Diese Bilder kennt man zwar schon aus dem Fernsehen, aber in echt wird man quasi von all den Lichtern erschlagen.




Danach war der Abend für uns zu Ende und wir schlummerten ab 0 Uhr selig in unserem Luftbett um
uns auf den nächsten Tag vorzubereiten.



—-- Mobil übermittelt --—